weather-image
23°
Anträge der Emmerthaler Sportvereine finden keine Zustimmung / Grossmann: Nichts geht ohne neue Kredite

Haushaltslage lässt kaum Spielraum für Investitionen

Emmerthal (gm). Die Anschaffung einer neuen Anzeigetafel für die Kirchohsener Kreissporthalle ist nicht zum ersten Mal Thema in den politischen Gremien der Gemeinde Emmerthal.

veröffentlicht am 02.05.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Bereits im Sommer 2009 hatte TSG-Vorsitzender Rudolf Welzhofer um die Bezuschussung für eine neue Anzeigentafel in der Kirchohsener Kreissporthalle gebeten. Unterschiedlichste Handball- und Fußballmannschaften, die teilweise auch hochkarätige Hallenturniere ausrichten, spielten in der Halle, hieß es in dem Antrag über die Bezuschussung der Ersatzbeschaffung einer 3530 Euro teuren Hallenuhr. Die Verwaltung sollte ein Drittel der Anschaffungskosten beisteuern. Gemeindechef Andreas Grossmann machte dem drittgrößten Sportverein des Landkreises im Hinblick auf die Haushaltskonsolidierung damals keine großen Hoffnungen auf öffentliche Zuwendungen seitens der Gemeinde. „Seitdem wir uns in der Haushaltskonsolidierung befinden, weise ich vorsorglich darauf hin, dass wir bisher alle Anträge auf Investitionskostenzuschüsse abgelehnt haben“, erklärte der Bürgermeister. Diese Meinung vertrat Grossmann auch bei der jüngsten Zusammenkunft des Jugend- und Sportausschusses. „Bei der TSG wird in unterschiedlichsten Leistungsklassen präzise Vereinsarbeit geleistet, und solch eine Anzeigentafel ist unentbehrlich für den Ballsport“, entgegnete Gisbert Jacobi (CDU), selbst viele Jahre aktives Vorstandsmitglied im Kreissportbund. Ähnlich sah es Reinhard Feyer (FDP). „Unsere Haushaltslage lässt keinen Spielraum mehr zu“, war aus den Reihen der Emmerthaler Sozialdemokraten zu hören. Und auch für Iris Capobianco von der Freien Wählergemeinschaft hat die derzeitige wirtschaftliche Lage der Gemeinde absolute Priorität. Auch aus ihrer Fraktion kam ein ganz klares „Nein“ zum Antrag der Turn- und Sportgemeinschaft.

Ausschussvorsitzender Matthias Koch (CDU) teilte nach langer kontroverser Debatte mit, dass der Antrag mit sieben Stimmen bei zwei Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt wurde.

Entsprechend negativ fiel auch der Antrag der Schützenabteilung des SC Börry auf Bezuschussung eines neuen Fußbodens im Schützenhaus Börry aus. Der erstmalig im Jahr 2007 gestellte Antrag des VTSV Hämelschenburg auf die Gewährung einer Zuwendung zur Instandhaltung und Modernisierung des Vereinsheimes sowie der Gymnastikhalle fand ebenfalls keine Zustimmung. „Um all diese Maßnahmen zu unterstützen – wir würden es gerne machen, wenn wir es könnten – müssten wir uns Geld auf dem Kapitalmarkt besorgen“, verdeutlichte Grossmann. „Aber wir sind derzeit nicht in der Lage, die Co-Finanzierung zu sichern“, so der Bürgermeister weiter.

Was der Jugend- und Sportausschuss dem VTSV Hämelschenburg im Sinne der Gleichbehandlung allerdings zusagte, ist eine jährliche Unterstützung in Höhe von 500 Euro zur anteiligen Deckung der Betriebskosten. Wie Bürgermeister Grossmann betonte, hieße das, die Gemeinde beteilige sich ab 2010 wieder mit 500 Euro jährlich an der Heizölbeschaffung.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare