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Hat ein Ehepaar einen Aerzener bei Teufelsaustreibung getötet?

Aerzen/Steinheim (ube). Ein Ehepaar mit sechs Kindern, das jahrelang in Aerzen gewohnt hat, wird verdächtigt, bei einer Teufelsaustreibung einen Aerzner getötet zu haben. Der Fall, mit dem sich seit kurzem die Hamelner Polizei beschäftigt, könnte die Vorlage für einen schlechten Horrorfilm abgeben.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 11:23 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:41 Uhr

Teufelsaustreibung
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Es geht um Teufelsaustreibungen, brutale Vergewaltigungen und um einen etwa 30 Jahre alten Mann mit dem Vornamen Stefan, der im Jahr 2004 in Aerzen auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Die Staatsanwaltschaft Hannover schließt nicht aus, dass der Aerzener im Kreis Hameln-Pyrmont getötet wurde. Unter Verdacht stehen: Konditor Klaus-Dieter M. (49) und seine Frau Heike (45), eine Erzieherin. Gegen die Eheleute hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Totschlags eingeleitet. Das Paar, das von Anfang 2000 bis Mitte 2005 in Aerzen gewohnt hat und inzwischen nach Steinheim gezogen ist, steht derzeit wegen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung seiner heute 24 Jahre alten Tochter in 58 Fällen vor Gericht. Dass Klaus-Dieter M. und Heike M. etwas mit dem Verschwinden ihres Bekannten zu tun haben könnten, wurde durch Zufall am Rande der Verhandlung bekannt, weil sich zwei Männer darüber auf dem Gerichtsflur unterhielten. „Es wird vermutet, dass dieser Stefan bei einem Exorzismus zu Tode gekommen und im Wald verscharrt worden ist“, sagte  der Verteidiger von Heike M., Rechtsanwalt Franz Zacharias, im Gespräch mit der Dewezet. Seine Mandantin bestreite jede Kenntnis davon. Leute aus dem Umfeld hätten die Eheleute mit Stefan wegfahren sehen. Klaus-Dieter M. und Heike M. seien später allein zurückgekehrt, heißt es. „Er ist nie wieder aufgetaucht. Eine Leiche wurde nicht gefunden“, sagte Staatsanwältin Kathrin Söfker.

Die Staatsanwaltschaft in Paderborn glaubt zu wissen, was das Ehepaar seiner einzigen Tochter zwischen 1998 und August 2010 in Aerzen, Pegestorf und Scharfoldendorf (Landkreis Holzminden) und in Steinheim-Ottenhausen angetan habt. Acht der 58 angeklagten Taten sollen die Eltern der Tochter gegenüber als Teufelsaustreibungen bezeichnet haben. Staatsanwalt Karl Oppenkamp sagte dem Westfalen Blatt, wovon er überzeugt ist: „Das Mädchen musste sich ausziehen. Dann wurde ihm ein Kreuz auf die Brust gelegt. Die Mutter hielt ihre Tochter fest, und der Vater vergewaltigte sie.“ Das Opfer soll 13 Jahre alt gewesen sein, als ihm das erste Mal Gewalt angetan wurde.

Einer der fünf Brüder war im August 2010 zufällig Augenzeuge geworden und hatte die Polizei alarmiert. Seitdem sitzen die Eltern in Untersuchungshaft.



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