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Vorbereitungen für Saisoneröffnung in Aerzen laufen auf Hochtouren

Harte Arbeit für den Badespaß

AERZEN. Mitte Mai wird das Freibad in Aerzen seine Pforten öffnen. Derzeit werden die Vorbereitungen für die Eröffnung der Freiluftbadesaion mit Hochdruck vorangetrieben. Wir haben den Mitarbeitern über die Schulter geschaut.

veröffentlicht am 11.05.2018 um 11:09 Uhr
aktualisiert am 11.05.2018 um 17:10 Uhr

Das Becken im Aerzener Freibad füllt sich: Rund 1,4 Millionen Liter Wasser müssen hier eingelassen werden, bevor die Baderatten ins kühle Nass springen können. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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„Wenn ihr die Außenbecken mit einem Gartenschlauch befüllt, ist es auch kein Wunder, dass das alles so lange dauert!“ – Aerzens leitender Schwimmmeister Lars Nagel hat diesen Spruch eines Badegastes noch gut im Ohr, mit dem dieser sich am Tag der Hallenbadschließung vom Badpersonal verabschiedete. Für drei Wochen sind nun sowohl das Hallen- als auch das Freibad in Aerzen geschlossen, bis die Freiluftsaison – übrigens die erste komplette im neuen Freibad – in der zweiten Maihälfte gestartet werden kann. Eine gemeinsame Technik, mit der beide Bäder bedient werden, ist einer der Gründe für die Zwangspause.

Den leitenden Schwimmmeister ärgert der gedankenlos dahingesagte Spruch noch heute. Damit die Badegäste die Außenbecken uneingeschränkt nutzen können, sind alle Mitarbeiter der Aerzener Bäder sowie zusätzliches Personal vom Bauhof bereits seit Wochen mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. Die Außenbecken fassen 1,4 Millionen Liter Wasser. 765 Kubikmeter Wasser werden aus der Schwimmhalle in die Außenbecken gepumpt, weitere 700 Kubikmeter Frischwasser müssen aus dem Aerzener Versorgungsnetz in das Freibad gepumpt werden – übrigens mit einem C-Schlauch der Feuerwehr, wie Lars Nagel ausdrücklich betont. „Die Kapazität des öffentlichen Wassernetzes ist nicht unbegrenzt und damit nicht anderswo Haushalte trocken fallen, können wir nur eine bestimmte Menge täglich entnehmen“, erläutert Nico Schlathaus, der stellvertretende Schwimmmeister.

Bevor die Becken aber aufgefüllt werden können, mussten erst einmal die Eisdruckpolster entfernt, das Wasser abgelassen und die Becken mehrfach gründlich gereinigt werden. Dabei handelt es sich um Arbeiten, die erst bei frostfreier Witterung erledigt werden können, was viele Kritiker nicht bedenken. Auch die Installation der Wasserspielgeräte auf dem Splash-Pad und die Inbetriebnahme der Sanitäranlagen können erst nach der Winterpause erfolgen. „Frostige Temperaturen gab es in diesem Jahr aber noch bis Anfang April“, gibt das Schwimmmeister-Team zu bedenken. Darüber hinaus stehen zurzeit Edelstahl- und Grünpflegearbeiten auf dem Programm. Außerdem werden letzte Anstricharbeiten ausgeführt, die im Herbst aufgrund der Witterung nicht mehr erledigt werden konnten, erläutert Claudia Staske vom Eigenbetrieb Wasser des Flecken Aerzen. Der Kassenautomat wurde bereits vom Hallenbad in den Eingangsbereich des Freibads umgesetzt. Auch die neuen Drehkreuzzugänge sind installiert, sodass das im vergangenen Jahr provisorisch eingesetzte Kassenhäuschen nun als Geräteschuppen zur Aufbewahrung von Schwimmhilfen und Liegestühlen auf dem Freibadgelände dienen kann. „Der Zugang erfolgt nun ausschließlich am Kassenautomaten vorbei. Lediglich an Hochfrequenztagen wird zusätzlich eine Handkasse besetzt werden“, erklärt Claudia Staske.

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Renate Fleger ist mit der Grundreinigung des Umkleidebereichs beschäftigt (r.). Foto: sbr

Ist soweit technisch alles vorbereitet, muss das Wasser in den Außenbecken sowie das Leitungswasser in den Sanitärräumen einer Probe unterzogen werden. Erst wenn von Seiten des Labors ein einwandfreies Ergebnis an das Gesundheitsamt übermittelt werden konnte und dieses anschließend die Freigabe erteilt hat, kann die Freibadsaison beginnen. Von der Wasserprobenentnahme bis zu Freigabe vergehen in der Regel rund zehn Tage. In dieser Zeit haben die Mitarbeiter der Aerzener Bäder dann auch sämtliche Anlagen im Umkleidebereich mit Putzlappen auf Hochglanz gebracht. Bei dem zurzeit vorherrschenden extremen Pollenflug und der offenen Bauweise der Umkleidekabinen keine leichte Aufgabe, die öfter wiederholt werden muss.

Verzichten müssen die Aerzener Badegäste allerdings erst einmal auf den Kiosk. Ein Angebot, das im vergangenen Jahr von den Besuchern des Freibads durchaus gut angenommen worden war. „Wir sind aber in Gesprächen“, versichert Claudia Staske und fügt an: „Über den genauen Eröffnungstermin informiert der Flecken Aerzen zeitnah auf seine Homepage und in der Presse.“



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