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Wissenschaftler des Instituts für Solarenergieforschung erhält internationale Auszeichnung

Hamelner Forscher ist „Junior Einstein“

EMMERTHAL. Dr. Udo Römer vom Institut für Solarenergieforschung in Hameln wurde mit dem internationalen "SolarWorld Junior Einstein Award" ausgezeichnet. Der Physiker hatte eine neue Technolgie entwickelt, um Strom effektiver aus Solarzellen zu gewinnen. Eine industrielle Anwendung ist wahrscheinlich.

veröffentlicht am 24.06.2016 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Autor:

von Johanna Lindermann
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In Zukunft kann noch effektiver Strom aus Solarzellen gewonnen werden. Die neuartige Technologie dafür entwickelte Dr. Udo Römer, ehemaliger Wissenschaftler vom Institut für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH). Für diese Erfindung wurde Römer nun der „SolarWorld Junior Einstein Award“ verliehen.

Der „Einstein Award“ ist eine Auszeichnung des internationalen Solarstromtechnologiekonzerns „SolarWorld“, das seit 2005 an Persönlichkeiten verliehen wird, die große Errungenschaften im Bereich der Solarenergie und deren Nutzung für die Umwelt gemacht haben. In den vergangenen elf Jahren wurde er neben Wissenschaftlern auch an Politiker vergeben. In diesem Jahr verlieh der Konzern den „Junior Einstein Award“ an Römer und seinen Kollegen Dr.-Ing. Frank Feldmann vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme. Die Preisverleihung fand am 22. Juni auf der Solar-Fachmesse „Intersolar Europe“ in München statt.

Dr. Holger Neuhaus, Vorsitzender der Jury des international ausgerichteten Wettbewerbs, begründete die Preisvergabe damit, dass die Arbeiten der beiden jungen Forscher wegweisend für die Zukunft der globalen Solarenergie sei.

Römer, der gebürtig aus Gießen stammt, hat ein Verfahren entwickelt, das den Wirkungsgrad von Siliziumsolarzellen erhöhen kann. Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis der einfallenden Sonnenstrahlung und der von der Solarzelle daraus erzeugten elektrischen Leistung. Der bisher mögliche Wirkungsgrad liegt bei maximal 22 Prozent. Mit Römers neuer Technologie, die eine weitere, hauchdünne Schicht in die Zellen einfügt, könnte dieser Wert auf 26 bis 28 Prozent gesteigert werden. Der physikalisch höchstmögliche Wert, der bislang aber noch nicht erreicht werden kann, liegt bei 33 Prozent. Feldmann, der gemeinsam mit Römer den Preis erhielt, entwickelte unabhängig ein ähnliches Verfahren.

Prof. Dr. Robby Peibst, Leiter der Forschungsarbeiten zu passivierenden Kontakten und Gruppenleiter am ISFH erklärte, die von Römer neu entwickelte Technologie könne auf bereits bestehenden Produktionsplattformen hergestellt werden. „Die Aussichten auf eine industrielle Anwendung sind deshalb sehr gut.“

Die Ergebnisse des Diplomingenieurs entstanden in der Kooperation des Instituts für Solarenergieforschung in Hameln mit dem Laboratorium für Nano- und Quantenengineering an der Leibniz Universität in Hannover. Der Wissenschaftler habe diese Möglichkeiten voll ausgenutzt und damit seine weltweit einzigartige Technologie produzieren können, freut sich Prof. Dr.-Ing. Tobias Wietler von der Leibniz Universität. „Das zeigt, wie fruchtbar die Zusammenarbeit von ISFH und der Leibniz Universität ist."



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