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Interkommunale Zusammenarbeit: Aerzen und Emmerthal erhalten gemeinsam 790 000 Euro

Gute Nachbarschaft macht sich bezahlt

Aerzen/Emmerthal (cb). Die heimische Landtagsabgeordnete Ursula Körtner (CDU) durfte die Nachricht zuerst öffentlich machen, dann folgte gestern die offizielle Mitteilung von Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan: Die Gemeinden Emmerthal und Aerzen können gemeinsam mit einem Betrag von insgesamt 790 000 Euro aus dem neuen Städtebauförderungsprogramm mit dem Namen „Kleinere Städte und Gemeinden“ rechnen. Körtner: „Mit diesen Mitteln können wir die Infrastruktur von Aerzen und Emmerthal weiter nachhaltig sichern. Ziel des Programms ist es, vom demografischen Wandel besonders betroffene Kommunen weiterzuentwickeln.“ Die beiden Bürgermeister Andreas Grossmann und Bernhard Wagner zeigten sich zufrieden, dass sie Geld aus Hannover erwarten können.

veröffentlicht am 19.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:41 Uhr

Für das geplante Bildungshaus in Börry hat die Gemeinde Emmerthal Fördergeld beantragt.  Foto: Wal
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Aus diesem Programm werden vorrangig Städte und Gemeinden gefördert, die gemeinsame Strategien entwerfen, die langfristig die Daseinsvorsorge für sich und ihr Umland sicherstellen. „Dabei geht es vor allem darum, Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergieeffekte zwischen den Gemeinden zu erschließen“, erläutert Körtner. Was die Abgeordnete besonders freut: Emmerthal und Aerzen erhalten „mit Abstand den höchsten Betrag“ von den insgesamt 20 Maßnahmen landesweit, die in den Genuss der Fördergelder kommen.

„Mit diesem Programm stellen wir Bundes- und Landesmittel in Höhe von 2,534 Millionen Euro zur Verfügung“, sagt Sozialministerin Aygül Özkan. Zusammen mit dem Eigenanteil der Gemeinden von 1,267 Millionen Euro liege das Investitionsvolumen insgesamt bei rund 3,81 Millionen Euro. „Wir wollen die freiwillige Zusammenarbeit der Kommunen unterstützen, um die Infrastruktur im ländlichen Raum zu stärken“, sagt Aygül Özkan. Gerade im ländlichen Raum gebe es dünn besiedelte Regionen, die stark vom demografischen Wandel betroffen seien. Gefördert würden im ersten Schritt Städte und Gemeinden, die bereit sind, gemeinsam Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, die langfristig eine bedarfsgerechte Daseinsvorsorge für sich und ihr Umland sichern.

Als Beispiele für Synergieeffekte nennt das Ministerium, dass Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten gemeinsam genutzt werden oder eine nicht mehr genutzte Grundschule in eine Bibliothek umgewandelt wird. In einem zweiten Schritt sollen dann die nötigen städtebaulichen Investitionen gefördert werden. „Daher ist es besonders erfreulich, dass wir in einigen Fällen schon jetzt Investitionen in nachhaltige, bedarfsgerechte Infrastruktur berücksichtigen konnten“, sagte die Sozialministerin.

„Hocherfreut“ äußerte sich Emmerthals Bürgermeister Grossmann, „dass unsere Investitionsmaßnahmen wegen ihrer besonderen Bedeutung offensichtlich in den Genuss von Fördergeldern kommen“. Beantragt hat sie die Gemeinde für das geplante Bildungshaus Börry, in dem die Grundschule des Ortes sowie die Kindertagesstätten Hajen und Esperde räumlich und unter pädagogischen Aspekten zusammengefasst werden sollen. Da noch kein Förderbescheid vorliege, könne er noch keine Angaben darüber machen, wie sich die Gesamtsumme von 790 000 Euro für die beiden Gemeinden aufteile. Emmerthal hatte zwei Anträge, gestaffelt nach Schul- und Kita-Bereich, mit einem Gesamtumfang von 1,9 Millionen Euro gestellt. Wie berichtet, waren nach genaueren Untersuchungen durch ein Architektenbüro die Umbau- und Sanierungskosten für das Bildungshaus höher als ursprünglich veranschlagt ausgefallen. Grossmann will nun den Bescheid abwarten, um dann den Eigenanteil der Gemeinde durchzurechnen. „Dann sehen wir, wie es mit dem Bildungshaus weitergeht“, sagte er.

„Von einem ersten Erfolg“ spricht Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner. Es zahle sich aus, dass die beiden Gemeinden – sie wollen auch ein Konzept für die interkommunale Zusammenarbeit erstellen lassen – frühzeitig die Beschlüsse für die Kooperation gefasst hätten. „Die Gedanken, die wir uns gemacht haben, führen wohl in die richtige Richtung“, sieht er die bewilligten Fördergelder als Bestätigung.

Als Investition hat die Gemeinde die Sanierung des Ostflügels der Domänenburg mit integrierter Bühne mit einem Kostenumfang von rund 190 000 Euro beantragt. „Die Pläne lagen schon in der Schublade“, zeigt sich der Bürgermeister froh, dass die Gemeinde schnell habe reagieren können. Zur Daseinsvorsorge, wie in den Richtlinien des Förderprogramms beschrieben, werde die Kultur anerkannt. Wagner: „Die Domänenburg als unser Kulturzentrum mit überregionaler Bedeutung kann dadurch gestärkt werden.“

Die Gemeinde Aerzen will in die Domänenburg investieren, um sie weiter als Kulturzentrum zu stärken.

Foto: sbr



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