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Premiere der Aerzener Lachnacht lässt nur einen Wunsch offen: Wiederholung unbedingt erhofft

Gute Laune als Programm – und das kommt an

Aerzen (sbr). Schon der englische Schriftsteller Charles Dickens war der Meinung: „Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie Lachen und gute Laune.“ Infiziert von dem „Gute-Laune-Virus“ wurden auch die Besucher der 1. Aerzener Lachnacht im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur in der Domänenburg“ – inklusive der überaus positiven Nebenwirkungen wie Lachsalven und Freudentränen. Und weil Lachen bekanntlich ja so gesund ist, schickte Heiko Bossog, im Rathaus Aerzen für das Kulturprogramm verantwortlich, gleich einen ganzen Mix aus hochkarätigen Comedians und Kabarettisten auf die Bühne des Südflügels der Domänenburg.

veröffentlicht am 24.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

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Da sich seine Zimmerpflanzen nicht als ideale Gesprächspartner entpuppt hatten, ergriff Frederic Hormuth die einmalige Chance, mit dem überaus zahlreich erschienenen Publikum einfach mal über all die Dinge zu reden, die ihn so tagtäglich aufregen. Ganz oben auf seiner Liste steht Bettina Wulff, die zwar in Schloss Bellevue gewohnt habe, aber deswegen nicht automatisch den Royals, sondern eher der Sparte „spam“ zuzuordnen sei, wie er meint. „Wann wohl die ersten Nacktfotos der Wulffs auftauchen?“, konnte er sich die kurze Überleitung zu den sogenannten Skandalfotos von Prinz Williams Frau Kate nicht verkneifen. Das war aber noch lange nicht alles, was der Kabarettist zum Thema Staatsoberhaupt zu bemängeln hatte. „Gauck war so viel Bürgerrechtler wie Piere Brice Indianer“, ging der selbst ernannte Wutbürger-Azubi mit dem amtierenden Bundespräsidenten ins Gericht. Klavierkabarettist Daniel Helfrich gab den coolen Draufgänger, der gefährlich nah an seinem Limit lebt. Dabei sind seine ganz persönlichen Grenzen von einer Fototapete, einem Liegefahrrad und der abgefahrenen Lebensversicherung stark eingegrenzt, wie er musikalisch zum Besten gab.

Seine berühmten Fundstücke hatte der Moderator der Lachnacht, Ole Lehmann, dem begeisterten Publikum mitgebracht. Das kannte ihn bereits aus Fernsehauftritten in Thomas Hermanns „Quatsch Comedy Club“. So fand der Comedian in einer Versicherungsakte etwa folgendes Zitat: „Vom Fahrer des Wagens ist mir nur sein männliches Geschlecht bekannt.“ „So können nur Frauen einen Tathergang beschreiben“, schlussfolgerte er.

Halbitaliener Roberto Capitoni, der vierte Künstler im Lachnacht-Kleeblatt, haderte mit seinen schwäbischen Wurzeln. „Das ist so, als würde ein Vegetarier in einem Schlachthof arbeiten. Der Italiener in mir träumt von einem Alfa Romeo und der Schwabe setzt letztendlich die Fahrgemeinschaft durch“, nahm der Comedian mit haarscharfer Ironie die unüberbrückbaren Gegensätze zweier völlig unterschiedlicher Mentalitäten auf die Schippe. Das Publikum dankte es mit tosendem Applaus. Hoffentlich findet die Lachnacht eine Fortsetzung im nächsten Kulturprogramm, so der unüberhörbare Wunsch der Gäste.

Gleich vier Comedians und Kabarettisten gastieren in der Burg. Musikalisch gab Daniel Helfrich den coolen Draufgänger. Fotos: sbr



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