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Über 600 000 Euro für Kunstrasenplatz? Reaktionen auf hohe Kosten fallen unterschiedlich aus

Gutachter planen „Premiumlösung“

EMMERTHAL. Rund 634 000 Euro kostet laut Planungsbüro ein Kunstrasenplatz an der Bezirkssportanlage Emmern, der auf der Wunschliste der heimischen Fußballvereine ganz oben steht. Wie Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) im zuständigen Fachausschuss sagte, müsste nun in einem nächsten Schritt die Frage der Fördergelder geklärt werden. „Ich sehe aber auch die Vereine in der Pflicht“, sagte er.

veröffentlicht am 20.09.2018 um 13:41 Uhr

(c) dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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In der Debatte machten einige Politiker deutlich, dass die hohe Summe als problematisch angesehen werde, um den maroden Hartplatz zu ersetzen.

Grundsätzlich hatten alle Parteien bei früheren Sitzungen für den Kunstrasenplatz geworben, aber zunächst auf belastbare Zahlen gewartet. Reinhard Feyer (SPD), selbst jahrelang im Sport engagiert, meinte mit Blick auf Debatten wie beispielsweise zu anderen notwendigen Investitionen: „Wir tun uns mit 70 000 Euro für die Grundschule Amelgatzen schwer, hier wollen wir mal eben über 600 000 Euro über den Tisch schieben.“ Noch deutlicher adressierte Helmut Brinkmann (SPD) diesen Punkt an die Adresse der CDU, deren Vertreter Matthias Koch als Koordinator des Projektes und Rudolf Welzhofer erneut deutlich für den Kunstrasenplatz eintraten. Deren Fraktion hatte in der selben Sitzung nämlich zuvor neben der Grundschule noch weitere Investitionen wie den Kita-Anbau angezweifelt und von weiteren Gesprächen abhängig gemacht. Da könne er nur sein Unverständnis äußern, sagte Brinkmann.

Hinter Koch, der „sich sehr tief in die Materie eingearbeitet hat“, stehe ein Team, in das die Vereine eingebunden seien, sagte Welzhofer, selbst früher langjähriger TSG-Vorsitzender. Es sei immer gesagt worden, die Hälfte der Investitionssumme über Zuschüsse zu finanzieren. Koch selbst räumte ein, dass es sich bei den 634 000 Euro um eine Summe handele, die „einen im ersten Moment erschlägt“. Doch unter Hinweis auf das Gutachten sagte er, dass es sich um eine „Premiumlösung“ für das 64 mal 100 Meter große Spielfeld handele. Da würden sogar vier neue Abfalleimer (Stückpreis 450 Euro) und Pflasterarbeiten aufgeführt. Nach Rücksprache mit einem fachkundigen Architekten und nach eigenem Überschlag könnten die Kosten auf 460 000 Euro reduziert werden. „Das ist ohne Zweifel viel Geld“, sagte Koch. „Aber über diese Summe haben wir im Vorfeld gesprochen.“



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