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Kuhnert: „Vertrauen verspielt“ / Landwirt: „Nichts zu verbergen“

Grüne kritisieren: Gespräch zu Mastställen kurzfristig abgesagt

HESSISCH OLDENDORF. Mit Argwohn beobachten nun die Grünen in Hessisch Oldendorf die Planungen, dass in Hemeringen ein Putenmaststall erweitert werden soll. Günter Kuhnert beklagt als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und Ortsverbandsvorsitzender der Partei, dass ein bereits terminiertes Gespräch mit der Landwirtsfamilie kurzfristig wieder abgesagt wurde. „Wir als Grüne in Hessisch Oldendorf werden jedenfalls die weiteren Planungen jetzt umso sorgsamer verfolgen“, teilt Kuhnert mit und mutmaßt: „Gibt es eventuell doch Dinge, die nicht in die Öffentlichkeit gelangen sollen?“

veröffentlicht am 17.06.2016 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:54 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Absolut nicht“, sagt auf Nachfrage Friedrich-Wilhelm Twick, dessen Familie plant, die Fläche der Ställe zu verdoppeln und die Zahl der Mastplätze von 9500 auf 14 900 zu erhöhen. „Da haben wir nichts zu verbergen.“ Er sagt, dass sein Sohn zunächst die Zusage gegeben habe, mit den Grünen zu sprechen. Allerdings habe die Familie anschließend noch einmal darüber beraten, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine neuen Details gebe. „Alles, was wir wissen, haben wir bereits gegenüber der Zeitung gesagt“, meint der Landwirt. Der Antrag sei ja erst in Vorbereitung. Das Einzige, was sich seitdem ergeben habe: Ein Mitarbeiter des Landkreises sei vor Ort gewesen, habe einige Anregungen gegeben.

Kuhnert von den Grünen verweist auf einen Beschluss von der jüngsten Sitzung des Ortsverbandes, einen Vor-OrtTermin durchzuführen. Dabei sollte es uns darum gehen, nähere Informationen zu erhalten, wie es beispielsweise um die Bereiche Tierschutz, Naturschutz, Ausgleichsmaßnahmen oder Gülleausbringung bestellt sei. „Ich denke, die Öffentlichkeit und hier auch vor allem die betroffenen Anwohner in Hemeringen, Lachem und Fuhlen haben ein Recht darauf, genauestens über die Planung weiterer Massentierhaltung und die Ballung von Mastställen in diesem Bereich informiert zu werden, auch wenn es sich hier um ein privilegiertes Vorhaben im Außenbereich handelt“, erklärt der Ratsherr. Zudem seien aus der Einwohnerschaft Bedenken zum Putentransport geäußert worden. „Sehr verwundert“ habe er die kurzfristige Terminabsage empfunden. Kuhnert: „Aus meiner Sicht hat Herr Twick Vertrauen verspielt, indem er kein Gespräch mit uns führt.“

Twick verweist darauf, dass der zuständige Ausschuss der Stadt Hessisch Oldendorf über den aktuellen Sachstand informiert worden sei und „durchgewunken hat“. „Es geht um eine Erweiterung, nicht um einen Neubau“, sagt der Landwirt. Er sehe sich nicht in der Pflicht, darüber hinaus zu informieren. Das bedeute aber nicht, sich Gesprächen komplett zu verschließen. Twick: „Wenn es weitere konkrete Planungen gibt, lässt sich darüber nachdenken.“

Die Grünen halten es für wichtig, die Öffentlichkeit einzubeziehen. So habe der Ortsrat Sonnental in dieser Woche seine Forderung unterstützt. Kuhnert: „Gerade in einer frühen Phase kann man damit etwas regulieren, damit kein Bürgerprotest entsteht.“



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