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Am 8. September geht‘s auf den „Zehner“ / 45 Kilometer lang und anspruchsvoll

„Großes Wandern“ erlebt Neuauflage

AERZEN. Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer – die von Xavier Naidoo und Cassandra Stehen besungene Wegbeschreibung könnte eine musikalische Hommage an Aerzens längsten Rundwanderweg sein, der mit der gelben Kennzeichnung 10 auf grünem Grund ausgeschildert ist. Die Tour rund um Aerzen ist alles andere als ein Spaziergang.

veröffentlicht am 01.08.2018 um 13:21 Uhr
aktualisiert am 01.08.2018 um 16:30 Uhr

Stellenweise muss Frank Schiffling Notpfade anlegen, weil der Wanderweg 10 durch Sturmschäden von „Friederike“ unpassierbar wurde. Foto: sbr
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Sabine Brakhan Reporterin
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Auch Frank Schiffling, der Vorsitzende des Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins und Initiator der bereits zweiten Auflage des „Großen Wanderns rund um Aerzen“, die am Samstag, 8. September, von zwei Punkten aus gestartet wird, unterstreicht: „Der ,Zehner‘, wie der etwa 45 Kilometer lange Rundwanderweg ums Aerzener Becken gekennzeichnet ist, ist mit bis zu jeweils 1050 Höhenmetern im Auf- und Abstieg eine echte Herausforderung.“

Und wäre das nicht schon genug sportliche Herausforderung, haben die Schäden des Wintersturms „Friederike“ Teile des Rundwanderwegs unpassierbar gemacht, sodass die Ausrichter stellenweise Notpfade anlegen müssen, um beispielsweise zerstörte Treppen zu ersetzen.

Seit 1975 gibt es den Wanderweg in seiner heutigen Form samt Ausbau sowie Ausschilderung und vor zwei Jahren ließ der Verein die anspruchsvolle Wegstrecke erstmals nach knapp 30 Jahren mit der Premiere des „Großen Wanderns“ wieder aufleben.

Um Irrläufer zu vermeiden, bringt Frank Schiffling weitere Wanderweg-Markierungen an Baumstämmen entlang der Strecke und an Weggebelungen an. Foto: sbr
  • Um Irrläufer zu vermeiden, bringt Frank Schiffling weitere Wanderweg-Markierungen an Baumstämmen entlang der Strecke und an Weggebelungen an. Foto: sbr

Auch Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner stellte sich mit rund 60 weiteren Wanderern im Alter von Mitte 20 bis Ende 70 dieser sportlichen Herausforderung. „Wir haben auf der Wanderung Gegenden des Flecken Aerzens kennengelernt, in die man sonst nicht kommt und Ausblicke genossen, die man so nicht vermutet hätte“, so der Bürgermeister damals.

Nun soll es also eine Neuauflage des heimischen Wanderevents geben, das hatte der Heimat- und Verschönerungsverein bereits unmittelbar nach dem großen Premierenerfolg vor zwei Jahren in Aussicht gestellt. Allerdings war man sich von Seiten der Organisatoren damals über den Turnus noch nicht ganz einig.

Nun steht fest: Das große Wandern rund um Aerzen wird regelmäßig im Zweijahresrhythmus stattfinden. Doch bevor die Startschüsse zum Massenstart in Groß Berkel für die Marathonstrecke (zirka 45 Kilometer) um sieben Uhr morgens und für die Halbmarathonstrecken (zirka 20 bis 25 Kilometer) in Grießem um zwölf Uhr mittags fallen, müssen einige Streckenabschnitte erst einmal wieder passierbar gemacht werden, wie Frank Schiffling berichtet.

Neben der Überprüfung der Ausschilderung und diversen Schnittarbeiten muss beispielsweise oberhalb von Reinerbeck sogar ein Notpfad angelegt werden, um eine nicht mehr passierbare Treppe zu ersetzen. „Der Winter-Sturm „Friederike“ hat nicht nur Bäume mit Wegmarkierungen umgeworfen, stellenweise sind sogar ganze Streckenabschnitte durch den massiven Windbruch unpassierbar geworden“, berichtet der Vereinsvorsitzende.

Zur Orientierung der Wanderer setzt der Aerzener Heimat- und Verschönerungsverein auf ein einfaches System: Die gelbe Zahl 10 auf grüner Farbmarkierung an Bäumen und Pfosten, sowie teilweise auf Schildern bei wichtigen Straßen- und Wegequerungen. „Ein Verlaufen ist so im Prinzip ausgeschlossen, setzt aber voraus, das alle Teilnehmer dem Wegeverlauf aufmerksam folgen“, darauf weist der Vereinsvorsitzende ausdrücklich hin.

Alle zehn bis elf Kilometer im Streckenverlauf hat der Verein Verpflegungsstationen eingerichtet, an denen die Teilnehmer kostenlos mit Wasser, Äpfeln und Bananen verpflegt werden. Die 45 Kilometer-Wanderer erhalten zusätzlich eine Mittagsverpflegung aus der Gulaschkanone und Getränke. Auch der Rücktransport bei Verletzungen oder starker Erschöpfung ist von den Verpflegungsstationen aus möglich. Zum Abschluss des Wanderevents ist am Zielort, der Groß Berkeler Maikuhle, ab 17 Uhr ein Grillabend vorgesehen. Zu zivilen Preisen werden dann Essen und Getränke angeboten, wie vom Ausrichter zu erfahren ist.

„Zusammen mit der Anmeldebestätigung erhält jeder Teilnehmer, die Wegbeschreibung, einen Wander- beziehungsweise Etappenplan, Verpflegungsmarken und ein Shuttlebusticket, sowie Unterlagen über Einkehr und Übernachtungsmöglichkeiten“, erläutert Frank Schiffling. Die Teilnahmegebühr beträgt sechs Euro pro Person.

Anmeldeschluss für das „Große Wandern“ am Samstag, 8. September, ist der 27. August. Nähere Informationen zum Wanderevent finden Interessierte auf der Internet-Seite der Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins.



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