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Baugebiet in konkreten Planungen

Großes Interesse am Wohnen in Emmerthal

EMMERTHAL. Als hätten viele Bauinteressierte nur darauf gewartet: Obwohl in den vergangenen Jahren die Zahl der neuen Eigenheime im Bereich der Gemeinde Emmerthal wahrlich nicht als nennenswert gilt, scheint sich nun eine große Resonanz für das Neubaugebiet „Zum Distelflecken“ mitten in Kirchohsen abzuzeichnen.

veröffentlicht am 02.06.2017 um 14:36 Uhr
aktualisiert am 02.06.2017 um 17:20 Uhr

Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik soll Platz geschaffen werden für 53 Ein- und Mehrfamilienhäuser. Für einen Teilbereich (Zeichnung) müssen noch die bauleitplanerischen Voraussetzungen geschaffen werden. Foto: wfx/ Zeichnung: Büro Lauterbac
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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. Obwohl die Vermarktung der 53 Grundstücke mit einer Größe von 550 bis 1550 Quadratmetern für Ein- und Mehrfamilienhäuser noch nicht offiziell begonnen hat, verzeichnet Investor Stefan Rehse nach eigenen Angaben eine gewaltige Nachfrage – 48 Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

Das sagte er auf Nachfrage am Donnerstag am Rande einer politischen Fachausschusssitzung, bei der die bauleitplanerischen Voraussetzungen eingeleitet wurden. „Ein absolut wichtiger Schritt“, meinte der Geschäftsführer Rehse. Ende September erhoffe er sich die Verabschiedung des Bebauungsplanes durch den Rat, damit die Vermarktung für den größten Abschnitt in zentraler Lage zwischen Weser, Einkaufszentrum und Bahnlinie beginnen könne, während für bereits überplante Teilbereiche der Verkauf schon im Sommer starten solle.

Politik und Verwaltung sind erleichtert, Häuslebauern wieder Platz und Grund im Kernort bieten zu können. Potenzial war kaum noch vorhanden, da die Ortsteile eingegrenzt sind durch Bundesstraße, Weser, Kiesabbau und Gewerbegebiet, nachdem größere Areale wie „Niederes Feld“ und „Am Hopfenbrink“ (Emmern) sowie Kirchohsen-Süd nahezu oder komplett ausgeschöpft sind. „Wir haben es uns erwünscht und erhofft“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Ralf-Ulrich Böhm (SPD) zu dem Neubaugebiet „Zuckerfabrik“. „Wir sind froh, dass es Dampf aufnimmt“, meinte er. Auch Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) zeigt sich erleichtert, dass damit im Kernort die Einwohner Platz für ihre Eigenheime bekommen, auch Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern geplant sind. Und schon als die ersten Ideen aufgekommen waren, hatte Bürgermeister Andreas Grossmann von einem bedeutenden Schritt gesprochen, weil damit der Strukturwandel auf dem ehemaligen Fabrikgelände erfolgreich abgeschlossen werde.

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Diplom-Geograf Michael Kriszan vom Hamelner Planungsbüro Lauterbach hatte am Donnerstag den Politikern den Bebauungsplan für den mit rund 30 000 Quadratmetern bei etwa 40 Grundstücken überwiegenden Teil des Areals vorgestellt. Für Teile besonders entlang der Straße „Am Distelflecken“ sind bereits Neubauten möglich. Glück für die Politiker: Der Gesetzgeber sehe vor, dass es für diesen Bereich der Innenentwicklung ohne besondere Schutzgüter und unterhalb einer gewissen Flächengröße ein vereinfachtes Verfahren gebe. Zwar gebe es in Richtung Weserauen einen Sukzessionswald mit zwei gesetzlich geschützten, aber laut Planer inzwischen nicht mehr wertvollen Biotopen, doch sei dafür eine Ausgleichsfläche an der sogenannten „Emmer-Insel“ bei Amelgatzen auf Wunsch der Gemeinde vorgesehen, so Kriszan.

Wer die Zuckerfabrik kennt, der weiß auch um gewisse Nachteile durch Lärm besonders durch die Bahntrasse sowie mögliche Belästigungen in Randbereichen durch die Kläranlagen. Zu beiden Punkten liegen Gutachten vor, wie Kriszan erläuterte. „Die durch die Kläranlage hervorgerufene Geruchsbelastung steht dem geplanten Wohngebiet demnach nicht entgegen“, heißt es dazu. In einem kleineren Teilbereich würden aber die Orientierungswerte für den Schallschutz durch die Züge überschritten. Laut Gutachter aber „hinnehmbar“ – Maßnahmen zum Schallschutz würden jedoch erforderlich.

Neues Wohngebiet in Emmerthal from Dewezet on Vimeo.

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