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Neuer Eigentümer mit vielen Ideen und einer Menge Herzblut / Campingplatz-Saison startet im April

Große Pläne für Grohnder Fährhaus

Grohnde. Von der Grohnder Fähre ist bekannt, dass sie seit 1633 Menschen über die Weser setzt und ebenso lange wird es wohl auch schon ein Fährhaus geben, das Reisende bewirtet. Das Grohnder Fährhaus der heutigen Zeit, für viele aus der Region seit Kindheitstagen ein beliebtes Ausflugslokal, ist zurzeit geschlossen. Und das nicht nur, weil die Saison für kühle Getränke unter den alten Linden an der Weser noch nicht begonnen hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach gilt das für den Biergarten mindestens bis zum Herbst dieses Jahres.

veröffentlicht am 26.03.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Andrea Gerstenberger
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Doch das lange Warten soll sich lohnen, verspricht der neue Eigentümer Heinz-Jörg Templin. Der Geschäftsmann aus Hameln, der seine Wurzeln in Börry hat und der Region zwischen Ilsetal und dem Weserdorf Grohnde durch enge Kontakte zu Familie und Freunden immer noch sehr verbunden ist, erwägt größere Umgestaltungsmaßnahmen, ist allerdings im Moment erst am Beginn der Planungsphase. „Ich habe tolle Erinnerungen an das Fährhaus aus meiner Jugend, als wir mit 17 hier auf den Saal kamen zum Tanzen“, erzählt Heinz-Jörg Templin beim Rundgang. Ein Treffpunkt, wo sich Jung und Alt wohlfühlen, soll das Grohnder Fährhaus auf jeden Fall wieder werden.

„Mir ist wichtig, dass mein Engagement hier eine soziale Komponente hat. Ich bin nicht der Investor von außerhalb, der nur sein Geld anlegt. Hier sollen Familien ihren Sonntagsausflug hin machen und während die Kinder den Spielplatz erobern, die Eltern im Schatten unter den Bäumen sitzen und zum frisch gezapften Bier auch ruhig das mitgebrachte Butterbrot verzehren können, wenn das Geld knapp sitzt. In meiner Entscheidung, hier etwas zu machen, steckt eine Menge Herzblut mit drin.“

Und gerade deshalb soll es auch gut durchdacht sein und mit Augenmaß die Sache angegangen werden. „Es gibt Ideen, ein Gasthaus von ausgebildeten Fachkräften geführt und mit verlässlichen Saisonöffnungszeiten sowie ein kleines Hotel in einem schönen Umfeld mit neuem Biergarten und Kinderspielplatz zu schaffen. Die wollen wir aber in enger Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden entwickeln.“ Denn die Lage direkt an der Weser mit der Gefahr von Hochwasser bedingt auch, dass die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde eingebunden werden müssen.

Und auch eventuell geplante Baumaßnahmen sind im Außenbereich der Ortsbebauung ohne Bebauungsplan nicht ganz einfach umzusetzen, weiß Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann, der den Plänen Templins positiv gegenübersteht. Er hat den wieder heimgekommenen „Neubürger“ schon mehrmals persönlich getroffen und sich auch vor Ort die Pläne erläutern lassen. „Ich werde im Rahmen der mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten alles tun, was machbar ist, um den Weg für einen erfolgreichen Neuanfang dieses touristischen Highlights am Weserradweg zu ebnen.“

Auch beim Bürgermeister dürfte da eine Portion Herzblut mit im Spiel sein. Ist das Thema Entwicklung des Tourismus’ in Emmerthal doch gerade ganz oben auf der Tagesordnung und das Areal rund um das Grohnder Fährhaus mit seiner Lage am Weserradwanderweg und Pilgerweg Loccum-Volkenroda, Kanuverleih, Haltepunkt der Flotte Weser sowie Sportbootanleger und nicht zuletzt Emmerthals einzigem Campingplatz mit Wohnmobilstellplätzen ein ganz wichtiges Stück touristischer Infrastruktur für Emmerthal.

Der Campingplatz ist für Heinz-Jörg Templin nicht nur ein mitgekauftes Anhängsel. „Ich habe selbst 15 Jahre Camping gemacht mit der Familie. Da weiß ich, worauf es ankommt.“ Seine Dauercamper hat er schon kennengelernt bei einer Versammlung, zu der er eingeladen hat. „Für mich hat da Sauberkeit einen ganz großen Stellenwert.“ In der beginnenden Saison sind der Campingplatz und die Pension ab April geöffnet. Für die Zimmer gibt es schon Buchungen über die Gruppe Land-gut-Hotels, dem das Grohnder Fährhaus unter dem Vorbesitzer angehörte. „Daran ändert sich auch erstmal nichts“, so Heinz-Jörg Templin. Auch spontane Buchungen durch Radfahrer sind möglich. Nach Renovierungsarbeiten wird in den nächsten Tagen ein Mitarbeiter auf das Areal ziehen, sodass immer ein Ansprechpartner vor Ort sein wird, der für Informationen zur Verfügung steht.

Der neue Eigentümer Heinz-Jörg Templin hofft, dass dieses Schild bald der Vergangenheit angehört. Aus seiner Idee heraus könnte hier ein Gasthaus mit Biergarten und kleinem Hotel entstehen. ag



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