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Sogar einen Hotelneubau mit rund 50 Betten sieht Inhaber Templin vor / Hoffnung auf Genehmigungen

Grohnder Fährhaus auf Wachstumskurs

EMMERTHAL. Zwei Jahre nach dem Neustart des Grohnder Fährhauses hat Inhaber Heinz-Jörg Templin weitere Pläne vorgestellt, um das touristische Angebot an der Weser zu erweitern. Im Mittelpunkt neben zusätzlichen Stellplätzen im Campingbereich und Parkflächen sowie einem erweiterten Saal: ein Drei-Sterne-Hotel mit rund 50 Betten.

veröffentlicht am 15.08.2018 um 17:16 Uhr
aktualisiert am 15.08.2018 um 18:49 Uhr

Nach erheblichen Investitionen ging das Grohnder Fährhaus mit Wirtshaus, Campingplatz und weiteren Angeboten vor zwei Jahren an den Start. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Ich sehe einen Markt“, begründet Templin die Investition, die dazu beitragen soll, das Fährhaus ganzjährig besser auszulasten. Dennoch lässt der Inhaber wiederholt anklingen, dass die Pläne vorbehaltlich einer Genehmigung durch den Landkreis vorgesehen sind. Die Emmerthaler Politik und Verwaltung haben zumindest bereits verdeutlicht, die ehrgeizigen Vorhaben zu unterstützen und durch einen eng getakteten Terminplan die notwendigen Bauleitplanungen voranzutreiben.

Öffentlich machte Templin die Bauprojekte zunächst im Grohnder Ortsrat. Es gehe darum, das „touristische Highlight weiterzuentwickeln“, sagte Erster Gemeinderat Elmar Günzel. Eine Voraussetzung, damit der Landkreis eventuell den vorgezogenen Beginn der Arbeiten für den Saal genehmige: „Wir müssen das Signal geben, dass wir das gut finden.“ Und die Signale stehen auf Grün, was beispielsweise Grohndes Ortsbürgermeister Lothar Hahlbrock sagte. „Der Grundstein ist gelegt“, meinte er zum Fortgang der Planungen in Verantwortung der Gemeinde und fügte hinzu: „Das Ausflugsziel kann sich sehen lassen.“

Bürgermeister Andreas Grossmann ließ am Rande der Sitzung anklingen, dass die touristische Entwicklung am Grohnder Weserufer mit zu seinen wichtigen Anliegen gehöre. Und schon in früheren Jahren hatte er immer wieder die Hoffnung anklingen lassen, dass im Gemeindegebiet ein größeres Hotel wünschenswert sei.

„Ich sehe einen Markt“: Heinz-Jörg Templin will mit den Ausbauplänen das touristische Angebot an der Weser ganzjährig stärken. Foto: cb
  • „Ich sehe einen Markt“: Heinz-Jörg Templin will mit den Ausbauplänen das touristische Angebot an der Weser ganzjährig stärken. Foto: cb
Ein Hotelneubau, ein Anbau für den Saal, mehr Plätze für den Camper – das sehen im Wesentlichen die Pläne des Grohnder Fährhauses vor. Foto: cb
  • Ein Hotelneubau, ein Anbau für den Saal, mehr Plätze für den Camper – das sehen im Wesentlichen die Pläne des Grohnder Fährhauses vor. Foto: cb
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Templin, eigentlich Unternehmer im Nutzfahrzeuggeschäft, will das Projekt nun vorantreiben. Zwar räumte er ein, zuletzt auf weitere Investition hätte verzichten wollen. Doch positive Signale des Landkreises ermutigten ihn, frühere Pläne wieder aufleben zu lassen. Obwohl er einen anderen Beruf habe, wie der Besitzer des Fährhauses sagte, lebe er nun auch für die Tourismusbranche – sogar „mit Herzblut“. Er sehe für seine Investitionen einen engen Zeitplan vor, weil er für das Hotel auch eine neue Mannschaft aufbauen müsse. Wie aufreibend das sei, habe sich vor zwei Jahren bei oft berechtigter Kritik gezeigt. Templin: „Aber ich denke mal, wir haben uns schon einen guten Ruf erarbeitet. Und das habe ich nicht alleine, sondern das hat die Mannschaft hier in der Weserfähre geleistet.“

Derzeit verfügt das Fährhaus mit der alten Pension über zehn Zimmer. Sie waren ebenfalls bis zur Neueröffnung vor zwei Jahren aufwendig saniert worden. „Obwohl es chic aussieht, ist es nicht mehr der Standard, den der Gast verlangt“, begründet Templin, dass auf dem Areal nun der Hotelneubau entstehen solle. Drei-Sterne-Niveau mit barrierefreien Zimmern – „ganz wichtig für uns in der Tourismusbranche“, sagt er. Mindestens 45, 50 Betten seien geplant, um nicht nur Gruppenreisen zu ermöglichen, sondern auch Tagungen anzubieten. Ziel sei es, dass Gäste zwei, drei Tage übernachten, ganzjährig auch außerhalb der starken Sommersaison. Ermutigt sieht sich der Investor, der keine Summen nannte, durch die Entwicklung der ersten beiden Jahre. „Das Jahr 2017 war schon ganz ordentlich“, sagt er. „Und im Jahr 2018 haben wir uns noch einmal verfeinert.“

Wenn alles klappt mit dem Genehmigungsverfahren, hofft Templin für das Hotel auf einen Baubeginn im Oktober 2019. Früher bereits sollen die Arbeiten beginnen, um den bisherigen Saal zu vergrößern. Wo bislang ein Zelt zusätzlich Platz biete, solle möglichst im Januar der Neubau starten, zusätzlich mit mehr Räumlichkeiten für Lager und Gastronomie. Damit solle gleichzeitig dazu beigetragen werden, dass die Nachbarschaft auf der anderen Weserseite weniger belastet werde. Templin zum Gesamtpaket: „Wenn alles genehmigt wird, dann ist alles in Grohnde abgerundet.“


Ein Video gibt es im Internet unter: dewezet.de



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