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Umweltministerium: Von 193 Brennelementen im Reaktorkern wurden 60 ausgetauscht

Grohnde nach Revision wieder am Netz

GROHNDE. Nach Abschluss der Anlagenrevision ist das Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwoch wieder am Netz. Das hat das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag mitgeteilt. Während der Revision, die am 4. März begonnen hatte, seien 60 der insgesamt 193 Brennelemente im Reaktorkern gegen neue ausgetauscht worden.

veröffentlicht am 13.04.2017 um 16:34 Uhr

Das Atomkraftwerk Grohnde ist seit Mittwoch wieder am Netz. Foto: Wal
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Es hätten zahlreiche routinemäßige Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen stattgefunden, deren Ergebnisse den genehmigungskonformen Zustand nicht infrage stellen würden. Alle für die nukleare Sicherheit bedeutsamen Revisionsarbeiten seien vom Umweltministerium und den zugezogenen Sachverständigen des TÜV Nord EnSys sowie vom TÜV Nord Bautechnik intensiv kontrolliert und überprüft worden.

Die Übertragbarkeit der im Atomkraftwerk Brokdorf festgestellten erhöhten Oxidbildung an einzelnen Brennelementen sei eingehend geprüft worden. Im Atomkraftwerk Grohnde seien sämtliche Brennelemente des vergleichbaren Typs inspiziert worden. Überschreitungen der Oxidschichtdicken seien dabei nicht festgestellt worden. Auch aufgrund der bestehenden Unterschiede zwischen den beiden Anlagen seien vergleichbare Befunde im Atomkraftwerk Grohnde nicht zu erwarten, so das Ministerium weiter. Um die Sicherheitsmargen weiter zu erhöhen, habe sich der Betreiber bereit erklärt, im kommenden Zyklus die Leistung auf 95 Prozent zu reduzieren.

Während der Anlagenrevision wurden dem Umweltministerium nach eigenen Angaben drei Befunde als meldepflichtige Vorkommnisse der Kategorie N (normal) angezeigt, die unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala INES eingestuft sind („Stufe 0“).

Im Rahmen einer Änderungsmaßnahme sei die kurzzeitige Stromlosigkeit einer Stromschiene vom Reaktorschutz erkannt und auslegungsgemäß der zugehörige Notstromdiesel angefordert und gestartet worden.

Bei der Kontrolle des Reaktors und seiner Einbauten vor dem Beladen sei das Fehlen eines Brennelementzentrierstiftes im unteren Kerngerüst festgestellt worden. Diese Stifte hätten im Betrieb der Anlage keine sicherheitstechnische Aufgabe, sondern dienten der Ausrichtung der Brennelemente während des Beladevorgangs. Im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung sei zudem der Ausfall einer Baugruppe festgestellt worden. Durch den Ausfall sei zu unterstellen, dass ein Regelventil nicht korrekt angesteuert wurde. Die Baugruppe sei getauscht und die Prüfung mit positivem Ergebnis abgeschlossen worden.red

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