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Ermittler gehen davon aus: Brand brach im Schuppen des Nachbarhauses aus

Grillasche soll Feuer ausgelöst haben

REHER. Ein glühendes Holzkohlen-Teilchen soll das Großfeuer in Reher verursacht haben. Davon sind die Brandursachen-Ermittler des Polizeikommissariats Bad Pyrmont überzeugt. Ein technischer Defekt sei zwar „nicht ganz auszuschließen“, sagte am Montag Kriminalhauptkommissar Andreas Zoch. Die Wahrscheinlichkeit sei allerdings sehr gering.

veröffentlicht am 02.05.2016 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

VON ULRICH BEHMANN
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Hinweise, die auf eine solche Ursache hindeuten, habe man bislang nicht finden können.

Die Experten des Kriminal- und Ermittlungsdienstes gehen derzeit davon aus, dass es am Freitagnachmittag zu einer Kettenreaktion gekommen ist. Nach Meinung der Polizei geriet in einem Anbau, der zu einem Nachbarhaus gehört, zunächst eine Kunststoff-Mülltonne in Brand. Die Flammen griffen schließlich auf einen Fachwerkschuppen über. Angefacht vom böigen Südostwind breitete sich das Feuer rasend schnell aus und fraß sich in ein Haus, in dem ein Paar wohnte.

Die Polizisten haben herausgefunden, dass am Freitagmittag Asche in die Mülltonne geschüttet wurde. Die Reste sollen von einem Grill stammen, der zuletzt am Donnerstagabend in Betrieb war. Es heißt zwar, die Asche sei kalt gewesen, dennoch gehen die Polizisten davon aus, dass darin noch kleinste Glutreste vorhanden waren. Der Schaden wird auf 250 000 Euro geschätzt.

Gestern um 11.22 Uhr heulten in Reher abermals die Sirenen. Brandermittler hatten die Feuerwehr angefordert, weil sie in einer Zwischendecke einen Schwelbrand ausgemacht hatten. Die Freiwilligen waren rasch vor Ort – sie verlegten Schläuche und warfen ihre Pumpen an. „Wir haben die Lage erkundet. Gebrannt hat es glücklicherweise nicht“, erzählt der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jörg Pyka. Durch die Sonneneinstrahlung sei lediglich Löschwasser verdunstet und Dampf aufgestiegen.

Unterdessen werden die beiden Ersthelfer gesucht, die am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr die Bewohnerin des Hauses, das wenig später Feuer fing, wachgeklingelt haben. „Sie haben meiner Freundin wahrscheinlich das Leben gerettet“, schreibt Ramona Tölke auf Facebook bei „Hameln – Lost & Found“. Ortsbürgermeisterin Christa Jakobi bestätigt das im Gespräch mit der Dewezet: „Die Frau hat auf dem Sofa gelegen und geschlafen. Offenbar haben Autofahrer angehalten und sie gewarnt.“ Die Hausbewohnerin habe sich und ihren Hund rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Nun möchte sie sich bei den Personen bedanken.



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