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Ein kleines Insekt sorgt für einen Feuerwehreinsatz

Giftspinnen-Alarm an der Sültstraße

EMMERTHAL. So einen Fund möchte niemand gern machen: Ein kleines Insekt sorgte am Samstagabend für einen Feuerwehreinsatz in Kirchohsen.

veröffentlicht am 11.03.2018 um 19:03 Uhr

Klebte eine Giftspinne oder nur ein verpuppter Schmetterling an der Banane?Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Einer Emmerthalerin war an einer zuvor gekauften Banane etwas außergewöhnliches aufgefallen. Ein heller Kokon klebte an der gelben Schale der Frucht. Aus dem etwa zwei Zentimeter großen Gehäuse lugten zwei fühlerähnliche Körperteile heraus. Die Frau ließ die Feuerwehr kommen, wollte wissen, ob sie eventuell eine Giftspinne in ihrer Wohnung hatte.Das Mehrfamilienhaus an der Sültstraße musste der Feuerwehrtrupp nicht betreten. Die Emmerthalerin reichte den Helfern eine Plastiktüte mitsamt Banane und Tier an der Haustür entgegen. Die Feuerwehrleute setzten das Insekt in einen Eimer.

Was für ein Krabbeltier den Weg nach Emmerthal gefunden hatte, blieb am Samstag offen. Ein Veterinär konnte nicht hinzugezogen werden. Auch die Suche nach Experten eines Naturschutzverbandes blieb für Disponenten der Leitstelle erfolglos. Ein auswärtiger Insektenspezialist soll anhand eines gesendeten Fotos nahezu ausgeschlossen haben, dass es sich bei dem Tier um eine gefährliche Spinne handeln könne. Die Feuerwehr nahm das Tier zunächst in ihre Obhut.

Die Frau will die Banane bei einem Discounter in Emmerthal gekauft haben. Laut einem Mitarbeiter wurde der Markt von einem Großhändler beliefert. Gut möglich, dass weitere Märkte mit gleichen Bananen beliefert wurden. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Sicherheitsabteilung des Unternehmens über den Vorfall informiert. Immer wieder kommen Spinnentiere als blinde Passagiere in importierten Obst- oder Fruchtkisten nach Europa. Dabei handelt es sich selten um giftige Exoten. Dennoch werden Funde oft mit der gefährlichen Bananenspinne in Verbindung gebracht. Die Spinne stammt aus Südamerika und gilt als aggressiv und sehr giftig. Um was für ein Tier es sich bei dem in Emmerthal eingesammelten Tier handelt, soll heute untersucht werden. Mitglieder eines Internet-Forums gehen davon aus, dass es sich um einen in Mittel- und Südamerika beheimateten Falter handeln kann. Die verpuppen sich an unreifen Bananen.



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