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SPD und Grüne beantragen eine Million Euro im Jahr 2018

Gibt Kreis früher Geld für Johann-Comenius-Schule?

Emmerthal. Durchgesickert waren diese Informationen bereits, nun sind sie offiziell: Früher als erwartet soll beim Kreis als Träger Geld zur Verfügung gestellt werden, um die Johann-Comenius-Schule in Emmerthal zu sanieren und umzubauen. Dabei soll es sich um erste erforderliche Arbeiten handeln, für die eine Million Euro in die mittelfristige Finanzplanung des Landkreises für das Haushaltsjahr 2018 eingeplant werden sollen. Dies sieht ein Antrag von SPD und Grünen im Kreistag vor. Darüber informieren die beiden Emmerthaler Ratsmitglieder Ruth Leunig (SPD) und Thomas Jürgens (Grüne), die auch dem Kreistag angehören. In ihrem Schreiben werten sie den Antrag zwar nicht. Auf der Homepage der Grünen heißt es allerdings, dass dieser auf das Engagement von Leunig und Jürgens zurückzuführen sei.

veröffentlicht am 02.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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In dem von Ulrich Watermann (SPD) als Sprecher der Mehrheitsgruppe im Kreistag unterzeichneten Antrag heißt es, dass die Kreisverwaltung mit der Gemeinde Emmerthal Einzelheiten abstimmen solle. Dabei solle es um eine gemeinsame Raumnutzung sowie eine anteilige Beteiligung der Gemeinde als Träger der Grundschule Kirchohsen an den erforderlichen Umbaukosten gehen.

„Um beiden Schulen eine zeitnahe Umsetzung des Bildungshausgedankens zu ermöglichen, sollen vorsorglich Haushaltsmittel für die erforderlichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in die mittelfristige Finanzplanung eingestellt werden“, heißt es in dem Antrag. „Dabei wird davon ausgegangen, dass die Schule ihr Konzept zum Sommer 2016 vorlegt und eine schrittweise Realisierung ab dem Schuljahr 2017/2018 erfolgt. Weitere Mittel werden erst nach Vorlage des Gesamtkonzeptes der Schule zum Standorterhalt in den Haushalt eingestellt.“

Leunig und Jürgens gehen auch auf den Antrag von CDU und FWE im Gemeinderat ein, die Kinder der vierten Klasse aus Kirchohsen in den Räumen der Haupt- und Realschule zu unterrichten (wir berichteten). Zwar könnten SPD und Grüne diese Idee unter bestimmten Voraussetzungen unterstützen, aber zunächst zeigen sie sich „verwundert über diesen Antrag“. Dieser beziehe sich auf Bereiche, die in erster Linie im organisatorischen Rahmen einer Schule liegen würden, heißt es in ihrem Schreiben. Ihnen sei nicht bekannt, dass die Grundschule Kirchohsen bereits einen offiziellen Antrag gestellt habe, ihre vierten Klassen in den Räumen der Johann-Comenius-Schule unterrichten zu wollen. „Dazu gehört unserer Meinung nach ein Beschluss in den einzelnen Schulgremien und zwingend notwendig eine Befragung der gesamten Elternschaft“, meinen Leunig und Jürgens.

Sie verweisen auf die Ziele von Grundschulen, die Grundlage für den weiteren Bildungsgang der Kinder sei. Die vierjährige Grundschule gliedere sich in die Schulanfangsphase und die Jahrgänge 3 und 4.

„Bisher bestand im Grundschulbereich immer der Wunsch, möglichst lange gemeinsam beschult zu werden“, argumentieren SPD und Grüne. Daher müssten neben der Lehrerschaft auch die Eltern aller Klassen und die betroffenen Schüler befragt werden. Dabei sei zu berücksichtigen, dass nach der 4. Klasse der allgemeine Wechsel auf die weiterführenden Schulen erfolge. 50 Prozent der Kinder wechselten derzeit nach Hameln auf die Gymnasien oder an die IGS in Hameln. Diese Kinder hätten dann einen Schulwechsel nach der 3. Klasse und ein Jahr später nach der 4. Klasse zu bewältigen. „Das muss allen Betroffenen bewusst sein“, heißt es in dem Schreiben.

Der Antrag von CDU und FWE könne nicht befürwortet worden. Sollten Grundschule sowie Johann-Comenius-Schule den vorzeitigen Wechsel der Viertklässler in ihrem Bildungshauskonzept beschließen und in ihren Gremien abstimmen, sei es deren Aufgabe, dazu einen Antrag bei ihren jeweiligen Trägern zu stellen. „In diesem Fall werden wir die Schulen bei der Umsetzung selbstverständlich aktiv unterstützen“, schreiben Leunig und Jürgens. Dabei sollten auch die Bildungshäuser Amelgatzen und Börry mit einbezogen werden. Auch deren vierte Klassen, so SPD und Grüne, könnten dann an der Johann-Comenius-Schule unterrichtet werden.



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