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Heimatverein möchte Web-Cam installieren, um Aerzen ins rechte Licht zu rücken

Gesucht: Standort fürs Kamera-Auge

AERZEN. Wer regelmäßig Fotos schießt, weiß: Der Sonnenstand ist ein nicht unerheblicher Faktor, der darüber entscheidet, ob eine Fotografie gelingt oder nicht. Auch bei der Standortwahl für eine Web-Cam ist der Lauf der Sonne ein nicht unerheblicher Faktor, wie Frank Schiffling, Vorsitzender des Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins erklärt. Darum scheiden viele, auf den ersten Blick optimale Standorte von vorn herein aus. „Wenn die Sonne den Betrachter den halben Tag lang blendet, hat niemand etwas von einer noch so schönen Aussicht“, so Frank Schiffling.

veröffentlicht am 28.02.2017 um 14:43 Uhr

Der Blick vom Schierholzberg auf Aerzen wird vom Heimat- und Verschönerungsverein als optimaler Web-Cam-Standort favorisiert. Foto: sbr
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Sein Verein ist schon seit Jahren auf der Suche nach dem optimalen Standort für eine Web-Cam für Aerzen. Bei der Standortsuche ist aber nicht nur die Sonne der alles entscheidende Faktor, auch die technische Machbarkeit und Besitzverhältnisse von Grundstücken, die als Standorte in Frage kommen, entscheiden letztlich über das Projekt. „Wir waren dicht vor dem Ziel, doch dann kamen wir ins Straucheln“, so beschreibt Frank Schiffling die letzte und bei Weitem nicht einzige Standortabsage auf dem langen, steinigen Weg zur Realisierung des Web-Cam-Projekts. Der Schierholzberg soll’s als Standort möglichst werden, das wurde dem Verein klar, nachdem der Flecken Aerzen im vergangenen Frühjahr die Zusicherung erteilt hatte, den Mast mit der Kamera am Wasserwerk „Wülmsen“ aufstellen zu können.

Die Freude über einen vermeintlich guten Standort hielt nicht lange. „Nach eingehender Beratung und Besichtigung vor Ort kamen wir zu dem Entschluss, einen besser geeigneten Standort suchen zu müssen, da vom Wasserwerk aus der Ortskern Aerzen selbst nicht besonders gut zu erkennen ist und bei Einsatz eines Teleobjektivs das Auge des Betrachters zuerst auf die Biogasanlage und das Industriegebiet Blankschmiede gelenkt wird“, erklärt der Vorsitzende. Auch der Lüningsberg schied als Alternative aus, da Rückfragen bei der Telekom über eine Nutzung des Sendemastes in der Nähe der „Waldquelle“ zäh und wirkungslos verliefen, wie aus dem Tätigkeitsbericht des Vereins hervorgeht. Im Spätsommer 2016 konnte Vorstandsmitglied Gerhard Gabriel dann die gute Nachricht vom Durchbruch bei der Standortsuche überbringen. Ein Landwirt hatte die Erlaubnis zur Aufstellung der Anlage am Feldrand oberhalb der „Bussardklause“ zugesagt. Mit der mündlichen Zusage in der Tasche wurden die Heimatverschönerer aktiv. Die Vereinsmitglieder Michael Keller, Kai Schwekendiek, Walter Weise und Frank Schiffling beschäftigten sich in einer kleinen Arbeitsgruppe intensiv mit der technischen Umsetzung und den Kosten, die der 24-Stunden-Blick auf Aerzen für den Verein mit sich bringen würde.

„Besonders Walter Weise hat sich intensiv mit den Dingen befasst, Angebote eingeholt und mit vielen Unternehmen Kontakt aufgenommen, um technische Grundlagen und Preise zu klären, Kai Schwekendiek setzte sich mit der Übertragungstechnik auseinander. Vor allem galt es, die Frage zu klären, ob die Daten per Richtfunk oder Telefon übermittelt werden sollen“, berichtet Frank Schiffling aus der Arbeitsgruppe. Für den Aerzener Heimat- und Verschönerungsverein stand von Anfang fest, dass die Fläche von dem Landwirt gepachtet werden sollte. Schließlich wolle man Vertragssicherheit. „Doch Ende Oktober letzen Jahres, noch vor dem Abschluss des Pachtvertrags, klang es seitens des Landwirtes nicht mehr so positiv und Anfang Dezember zog er seine Zusage dann ganz zurück“, zeigt sich der Vereinsvorsitzende enttäuscht.

Nun ging die Standortsuche wieder von Neuem los. Allerdings hat Frank Schiffling den Mut nie verloren, doch noch den optimalen Standort am Schierholzberg ausfindet zu machen. „Ein neuer Standort für die Web-Cam muss gefunden werden, jetzt mehr denn je“, gab er sich anlässlich der Jahreshauptversammlung entschlossen. Und die Zuversicht und Hartnäckigkeit des Heimat- und Verschönerungsverein scheint sich auszuzahlen. Zurzeit führt der Vorstand Gespräche mit der Gemeindeverwaltung bezüglich der Installation am Wirtschaftsweg oberhalb der Umgebungsstraße. „Eine Web-Cam ist eine klare Attraktivitätssteigerung für Aerzen und dies berührt viele Bereiche. Unter anderem würde damit der sehnlichste Wunsch vieler ehemaliger Aerzener erfüllt werden, die so zumindest virtuell jederzeit ihrer Heimat einen kleinen Besuch abstatten könnten. Und auch ältere Bewohner, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, könnten einen Blick auf ihr Aerzen werfen. Vielleicht können wir auch die Jugend mit einem digitalen Blick dazu animieren, Aerzen und die Umgebung näher zu erkunden“, so Frank Schiffling.



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