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Kosteneinsparungen beim Personal der Aerzener Maschinenfabrik / Arbeitsplatzabbau: Zahlen stehen derzeit nicht öffentlich im Raum

Gespräche zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat dauern an

AERZEN. Die Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat der Aerzener Maschinenfabrik zu den geplanten Einsparungen beim Personal dauern an. Während die Unternehmensspitze zunächst zu Ostern Ergebnisse angepeilt hatte, zeigt sie sich nun „hoffnungsfroh“, bis Ende Juni „zu einem gemeinsamen Programm zu kommen“. Das sagte am Mittwoch Geschäftsführer Klaus Peter Glöckner, der die Verhandlungen für die Arbeitgeberseite führt.

veröffentlicht am 31.05.2019 um 12:12 Uhr

Aerzener Maschinenfabrik, Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Zuvor hatte die Führungsspitze die Beschäftigten in einer Mitarbeiterversammlung über den aktuellen Stand informiert. Wie Glöckner anschließend in einem Pressegespräch berichtete, stehen derzeit öffentlich keine Zahlen im Raum, wie viele Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. „Zahlen werden Schall und Rauch“, sagte er. Es gehe um die Veränderungsfähigkeit. An einigen Stellen könnten Arbeitsplätze wegfallen, an anderen wie im Bereich Informatik neue entstehen.

Geschäftsführender Gesellschafter Klaus-Hasso Heller bekräftigte am Mittwoch, dass trotz „gut gefüllter Auftragsbücher“ und eines 2019 angestrebten Wachstums von sieben bis acht Prozent in der Unternehmensgruppe an den Kosten am Hauptsitz gearbeitet werden müsse. „Der Wettbewerb wird immer härter“, verwies er beispielsweise darauf, dass große Unternehmen auf den europäischen Markt drängten. Wie im Februar berichtet, will die Geschäftsführung mit einem Bündel von Maßnahmen die Umsätze steigern, organisatorische Verbesserungen durchführen und Kosten einsparen. Das betrifft auch das Personal. Dazu gehöre nicht nur, beispielsweise die Akkordzulage und übertariflichen Leistungen zu prüfen, sondern auch, etwa 100 Arbeitsplätze abzubauen, etwa durch natürliche Fluktuation wie Ruhestand. Der Betriebsrat hatte Widerstand angekündigt. Die Arbeitnehmerseite habe eine Unternehmensberatung hinzugezogen, wofür die Geschäftsleitung Unterlagen zuliefere, sagte Glöckner am Mittwoch. Kontrovers, aber konstruktiv und vertrauensvoll würden die Gespräche verlaufen, um „zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen“, meinte der Geschäftsführer.

Wie Betriebsratsvorsitzender Frank Pook am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung sagte, „steht der Personalabbau nicht auf unserer Agenda“. Der Abschlussbericht der vom Betriebsrat beauftragten Unternehmensberatung werde Mitte Juni erwartet. Dann könnten in der zweiten Monatshälfte die Gespräche ins Detail gehen. Für ihn gehe es nicht darum, nur Personalkosten zu sparen, sondern darum, die Prozesse im Unternehmen effektiver zu organisieren. Wie das im Einzelnen aussehen könne? Pook: „Das werden wir dann in den Gesprächsrunden gemeinsam erörtern.“



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