weather-image
Schul- und Bauausschuss des Kreises informieren sich über Raumbedarf der Johann Comenius Schule

Gemeinsames Bildungszentrum rückt näher

EMMERTHAL. Der Emmerthaler Bürgermeister Andreas Grossmann darf sich freuen. Mit dem „Raum- und Funktionsprogramm für ein gemeinsames Schulzentrum in Emmerthal“ wird der Bildungsstandort erheblich aufgewertet. „Wenn jetzt noch das „Bildungszentrum für Pflegeberufe Weserbergland“, die ehemalige Altenpflegeschule Emmerthal, dazu käme, wäre das toll“, so der Politiker.

veröffentlicht am 15.09.2017 um 18:04 Uhr

270_0900_62133_lkae_2308_Luft.jpg
Avatar2

Autor

Ernst August Wolf Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

In einer gemeinsamen Sitzung informierten sich die Mitglieder des Schul- und Bauausschusses des Kreises über das von der Verwaltung erarbeitete Raumprogramm.

„Wir haben den Bedarf der drei Bildungseinrichtungen auf der Grundlage der Angaben der Schulleiterinnen ermittelt“, so Michael Dittrich für die Verwaltung. Neben dem Bildungszentrum sind die Johann Comenius Schule (JCS) und die Grundschule Kirchohsen (im Rahmen des Konzeptes Bildungshaus II) beteiligt. Beide Schulträger hatten ein großes Interesse an einem gemeinsamen Vorgehen am Schulstandort Emmerthal signalisiert, weil sie sich hiervon erhebliche Synergieeffekte versprechen.

„Wir haben die funktionale Abhängigkeit zwischen einzelnen Raumformen erarbeitet“, erklärte Dittrich. Außerdem umfasse die Vorstellung auch „Ausstattungsdetails mit Planungsrelevanz“.

So wird das gemeinsam Raum- und Funktionsprogramm zwar einen allgemeinen Unterrichtsraum weniger beinhalten, dagegen wird die für zeitgemäßen Unterricht notwendigen Zahl der „Differenzierungsräume“ erhöht.

Mensa und Aula in der Emmerthaler kleinen Kultur(n)halle werden gemeinsam genutzt, statt drei unterschiedlichen Bibliotheken wird es im neuen Konzept nur eine gemeinsame geben.

Aus drei getrennten Lehrerzimmern werden zwei und zudem mehr Räume für Elterngespräche, Sozialarbeiter, Büros und Besprechungen geschaffen. Während die Bedarfsmeldungen der Schulleitungen insgesamt 171 Räume vorsahen, umfasst das Raumprogramm nun 147 Räume.

Vor allem durch die gemeinsame Nutzung der Verwaltungs- und Betriebflächen habe sich die Zahl der erforderlichen Räume entsprechend verringert, so die Verwaltung. Der Landkreis habe dabei besonderen Wert auf komplette Barrierefreiheit und die Möglichkeit von durchgängig inklusivem Unterricht gelegt.

Die für die JCS benötigte Gebäudefläche habe sich im Zuge des gemeinsamen Raum- und Funktionsprogramms von 3556 auf 3263 Quadratmeter verringert. Für die gemeinsame Nutzung mit der Grundschule und dem Bildungszentrum sei ein Teilbereich von 447 Quadratmetern vorgesehen.

„Wir werden uns das vor Ort aber noch einmal ansehen, bevor am 2. November der Beschluss gefasst wird“, kündigte die Schulausschussvorsitzende Ursula Körtner an.

Zur Betrachtung möglicher Alternativen ist in der Zwischenzeit eine „Machbar- und Wirtschaftlichkeitsstudie“ in Auftrage gegeben worden. Mögliche Varianten: die Sanierung bzw. Neubau der Bestandsgebäude der JCS für JCS und Grundschule sowie die Herrichtung des bereits teilsanierten Südflügels der Grundschule für das Bildungszentrum. „Wir sind absolut im Zeitplan und das Projekt hat großes Potenzial“, kommentierte Ausschussmitglied und stellvertretende Landrätin Ruth Leunig, deren Meinung viele Ausschussmitglieder teilten.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare