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Unterschiedliche Reaktionen auf das Hochwasserschutzkonzept

Gemeinde hofft auf Fördergelder

Aerzen (ubo). Ob bei der Politik oder bei den Einwohnern: Das Hochwasserschutzkonzept für den Gold- und Beberbach mit Nebengewässern hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Bürgermeister Bernhard Wagner fasste zusammen, dass mit dem vorgestellten Konzept die Hochwasserspitzen weggenommen werden könnten. „Wir werden es nicht schaffen, zu verhindern, dass alle Häuser an den Gewässern bei Hochwasser im Wasser stehen“, so Wagner. „Wir haben angefangen, ein dickes Brett zu bohren. Mit dem Konzept haben wir ein Gutachten und werden die vorgeschlagenen Maßnahmen unter Einbindung der Behörden und Anwohner prüfen und Gespräche führen. Wir müssen sehen, wie wir mit einfachen Mitteln viel erreichen können, dazu gehören auch die vom Gesetzgeber geforderten Selbstschutzmaßnahmen der Bürger. Um das Konzept umzusetzen, werden wir Fördermittel einwerben“, so der Bürgermeister.

veröffentlicht am 09.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:41 Uhr

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Zuvor hatten die Diplom-Ingenieure Jan Brencher und Frank Gries dem Bau-, Straßen-, Verkehrs- und Umweltausschuss sowie dem Werksausschuss das Hochwasservorsorgekonzept vorgestellt (unsere Zeitung berichtete gestern). Friedel-Curt Redeker, Vorsitzender des Bauausschusses, stellte die Prämisse auf, dass es sinnvoll wäre, nicht alle der 13 Maßnahmen zu verwirklichen, sondern die vorhandene Geländestruktur für die Rückhaltebecken zu nutzen. „Was künstlich gebaut wird, muss auch unterhalten werden“, so Redeker. Er sprach sich gegen Gewässerrandstreifen und aus Sorge vor Treibholz gegen Bäume aus. „Wir haben genügend Möglichkeiten im natürlichen Gelände und sollten mit den Landwirten und Besitzern Gespräche führen“, sagte Redeker.

Ein Königsförder schlug in der Sitzung sogar vor, dass es günstiger sei, ein gefährdetes Haus in dem Dorf abzureißen, die Eigentümer zu entschädigen und das Gebäude an einem günstigeren Standort neu aufzubauen. Verantwortlich macht er für die Gefährdung in Königsförde die Gemeinde, die eine gewässernahe Bebauung zugelassen und den Sportplatz eingewallt habe. Frank Gries führte aus, dass durch die Rückhaltung oberhalb von Grupenhagen auch weniger Wasser in Königsförde ankommt. Auch Wilhelm Rose meldete sich ausführlich zu Wort. Zufrieden zeigte sich Karl Pape, Einwohner aus Grupenhagen. Durch die vorgestellte Maßnahme mit dem Hochwasserrückhaltebecken am Beberbach oberhalb von Grupenhagen würden elf Prozent weniger Wasser durch den Beberbach fließen. Außerdem erinnerte er daran, dass durch die Umstellung der Landwirtschaft auf Ackerland große Probleme aufgetaucht sind. „Früher gab es mehr Grünland und damit weniger Bodenerosion“, so Pape.

Nachdem das Konzept nun vorgestellt worden war, müssen die Politik und die Verwaltung entscheiden, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Für die konkrete Umsetzung der einzelnen Projekte sind wiederum Planungen und wasserrechtliche Genehmigungen notwendig. Für diese muss der Flecken ebenfalls Zuschüsse beantragen. Das Projekt Hochwasservorsorgekonzept des Fleckens Aerzen wurde durch das Land Niedersachsen mit Beteiligung der EU (Förderrichtlinie Hochwasserschutz im Binnenland) mit maximal 10 000 Euro unterstützt.



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