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13 neue Plätze für unter Dreijährige in den Kindergärten und neue Hortgruppe / Gebühren steigen

Gemeinde erweitert Angebot für junge Familien

Emmerthal (cb). Die Gemeinde Emmerthal erweitert mit 13 neuen Plätzen das Angebot für unter Dreijährige in den Kindertagesstätten und richtet eine weitere Hortgruppe mit zehn Plätzen ein. Das hat die Mehrheit des Rates nach einer kontroversen, teilweise sehr emotionalen Debatte beschlossen. Einig waren sich die Fraktionen in einem Punkt: Die Kindergartengebühren werden angehoben.

veröffentlicht am 06.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

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Bei den Betreuungsangeboten lagen die Parteien eigentlich nicht weit auseinander – ein Ausbau galt bei allen als sinnvoll, letztendlich ging es nur um die Anzahl und Detailfragen bei den Plätzen für unter dreijährige Kinder. Der erste Antrag ging auf die SPD zurück. Zwar halte die Gemeinde bereits 25 Plätze für diese Altersgruppe vor, „aber der Bedarf ist weit höher“, begründete Sabine Özbek im Rat den Prüfauftrag an die Gemeindeverwaltung, nach Möglichkeiten zu suchen. Die favorisierte Variante, die auch vom Kindergartenkuratorium befürwortet wurde: In Kirch-ohsen werden durch Umstrukturierungen 13 neue Plätze für unter Dreijährige geschaffen, 25 Plätze für ältere Kinder mangels Nachfrage im Kernort und in Grohnde abgebaut; hinzu kommt außerdem die Hortgruppe.

Der Antrag der CDU unterschied sich vor allem darin, nur zehn Plätze für unter Dreijährige neu zu schaffen – aus Kostengründen, wie Karl-Wilhelm Steinmann sagte. Es sei nicht ausreichend geprüft worden, ob einige Eltern nur für einige Tage eine Betreuung für die Kinder benötigten, damit beispielsweise zwei unter Dreijährige sich einen Platz teilen könnten, brachte er das Modell „Time Sharing“ ins Gespräch. Steinmann sah dies gerechtfertigt durch ein Haushaltsdefizit von 2,3 Millionen Euro in diesem Jahr, das im schlimmsten Fall sogar um eine weitere Million steigen könnte. „Und das sind Schulden, die von den Kindern später einmal zu tragen sind“, so der Ratsherr.

Ruth Leunig (SPD) verwies darauf, dass bereits die günstigste Variante gewählt worden sei, das „,Time-Sharing’-Modell aber das Schlimmste ist, was man im U-3-Bereich machen kann“. Auch Erster Gemeinderat Elmar Günzel („organisatorisch gute Idee, pädagogisch nicht sinnvoll“) lehnte dieses Modell ab. Davon sei ihm in Gesprächen mit Mitarbeitern von Kindergärten in Emmerthal und Hameln abgeraten worden, berichtete er.

Die Gebühren für die Kindertagesstätten sollen nun – vorbehaltlich der Zustimmung des Jugend- und Sportausschusses – in zwei Schritten dem durchschnittlichen Kreisniveau angepasst werden. Beispielsweise steigen die Kosten bis August 2010 für einen Vormittagsplatz (vier Stunden) von 76 auf 85 Euro, für einen Ganztagsplatz von 132 auf 159 Euro. 2011 soll eine weitere Erhöhung erfolgen, die sich nach dem dann neu zu ermittelnden durchschnittlichen Kreisniveau richten soll.



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