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Alter Brunnen soll bis zum Jubiläum hergerichtet werden

Gellersen rüstet sich für die 750-Jahr-Feier

Gellersen. Ob nun ursprünglich als Gellishusen, Geldessen, Gheldessen, Geldersen oder Gedrehusen bezeichnet, das Kirschendorf Gellersen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken – im nächsten Sommer ist die 750-Jahr-Feier geplant.

veröffentlicht am 27.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:41 Uhr

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Die früheste bekannte urkundliche Erwähnung Gellishusens stammt aus dem Jahr 982, schreibt Herbert Hundertmark in seiner Chronik der Forstgenossenschaft. Gleichzeitig verweist er auf Horst Rüdiger Marten, der in seiner Dissertation über die Entwicklung der Kulturlandschaft im alten Amt Aerzen die erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1264 datiert. Der Ort gehörte damals zur Diözese Minden. Aus der Forstchronik geht hervor, dass Bischof Kono von Minden 1264 Meinricus, dem Propst von Uhlenhausen, die Gründung eines Nonnenklosters in Gellersen und deren Besetzung mit Augustinerinnen aus dem Ort zwischen Alverdissen und Asmissen gestattete.

„Ob die Stiftung hier verwirklicht worden ist, erscheint zweifelhaft, denn es gibt keine historischen Quellen“, erklärt Herbert Hundertmark. Dennoch: An der Jahreszahl 1264 orientieren sich auch die Organisatoren der 750-Jahr-Feier am 5. und 6. Juli, der Gellerser Schützenverein sowie die Freiwillige Feuerwehr unter der Federführung von Hermann Möhlenbein. Geplant ist zum Jubiläum unter anderem ein aktiver Umzug mit einer Handwerkskunstvorführung durch den Hufschmied, eine historische Landmaschinenschau und jeder Menge unterwegs zu entdeckender Kirschendorf-Geschichten, wie Hermann Möhlenbein anlässlich der Aerzener Ortsratssitzung informierte.

Doch nicht nur der Ort selber feiert Geburtstag, worauf mit einer Jubiläumsedition des traditionellen Gellerser Kirschlikörs angestoßen werden soll. Auch das Dorfgemeinschaftshaus wird 25 Jahre alt. Das soll gebührend mit einem kleinen Fest am 23. August gefeiert werden, wie Hermann Möhlenbein weiter mitteilt.

Pünktlich zum Jubiläumsumzug soll auch der alte Gemeindebrunnen im Unterdorf, dem historischen Kern der Siedlung, wieder hergerichtet werden. Dazu wurde Hermann Möhlenbein bereits die Spende einer Schwengelpumpe samt Befestigungsbalken zugesagt. Die Verwaltung erhielt durch den Ortsrat den Auftrag, das abgängige Geländer zu erneuern und bei der Gestaltung des Brunnenplatzes Unterstützung zu leisten.

Auch sollen kurzfristig der Graben, die Gullys sowie die Telefon-Freileitung und die Straßenbeleuchtung entlang der Lüttjen Beeke kontrolliert werden. Anwohner hatten hier auf Mängel hingewiesen. Weitere eventuell nötige Straßenbau- und Beetumgestaltungsmaßnahmen in den Straßen Lüttje Beeke, Schlingweg und Kirschenstraße werden anlässlich einer Ortsbegehung im Frühjahr in Augenschein genommen. sbr

Der alte Dorfbrunnen soll zum Jubiläum in neuem Glanz erstrahlen.



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