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Erster Abschnitt der Fassadenrenovierung des Schlosses Hämelschenburg kann beginnen

Geld von der Stiftung Denkmalschutz

HÄMELSCHENBURG. Frohe Kunde für Schlossbesitzer Lippold von Klencke: Der erste Bauabschnitt der Fassadenrenovierung des Schlosses Hämelschenburg kann beginnen – die Finanzierung steht weitgehend. Am Schloss Hämelschenburg müssen die zahlreichen Steinornamente saniert werden.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 19:00 Uhr

Mit dem Fördervertrag in den Händen: Dietrich Burkart, Ortskurator Hameln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), freut sich mit Schlossbesitzer Lippold von Klencke über die Förderung in Höhe von 66 000 Euro. Foto: Dana

Autor:

Gabriele Müller
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Wie auch an anderen Gebäuden der Weserrenaissance korrodieren im Lauf der Zeit vor allem ihre geschmiedeten Eisenverankerungen. Sie sind jedoch für die prächtigen Bauwerke der Weserrenaissance typisch und nach Auffassung der Denkmalschützer unverzichtbar.

Die mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont und dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmte Maßnahme soll unter der Leitung eines auf den Wesersandstein spezialisierten Architekten in fünf Bauabschnitten erfolgen. Der erste Bauabschnitt am nordöstlichen Giebel des Südflügels ist von November 2017 bis März 2018 geplant und kostet allein 330 000 Euro.

Die Finanzierung war und ist schwierig. Lippold von Klencke ist deshalb den heimischen Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Michael Vietz (CDU) sehr dankbar, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Zuwendung in Höhe von 165 000 Euro aus dem Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes beschlossen hat. Ebenso dankbar ist er Dietrich Burkhart für die Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Höhe von 66 000 Euro. Die Stiftung Rittergut Hämelschenburg kann mit Hilfe von Spenden die Maßnahme mit 69 000 Euro unterstützen.

Dietrich Burkart, DSD-Ortskurator Hameln, überreichte jetzt dem Schlossbesitzer persönlich den Fördervertrag. Die Denkmalschutzstiftung unterstützt die Restaurierung des nordöstlichen Giebels am Südflügel des Schlosses dank der Lotterie Glücksspirale, deren Destinatär sie ist.

Am aufgehenden Sandsteinmauerwerk finden sich umfangreiche Schäden, darunter Risse, offene Fugen, die Ablösung des Giebels und Verwerfungen an den Werksteinen. Schalenförmige Abplatzungen, Schäden an der aufwendigen Bauzier und Korrosion der schmiedeeisernen Verankerungseisen ergänzen das Schadensbild.

Nach einem Gutachten und der 1992 erfolgten Nachgründung des Südflügels mittels Hochdruckinjektion sollen jetzt in dem ersten Bauabschnitt Steinmetz- und Sicherungsarbeiten am Mauerwerk des nordöstlichen Giebels des Südflügels beginnen. Die „Restaurierung des Nordost-Giebels des Südflügels“ versteht sich als Musterachse zur Kostenermittlung und Maßnahmenkonkretisierung. Schloss Hämelschenburg ist eine beeindruckende Anlage mit einem hohen Denkmalwert. Der Reichtum der Renaissance-Bauzier des Schlosses vermittelt ein umfangreiches Bild der Weserrenaissance. Hämelschenburg wird zurecht als das Hauptwerk dieser besonders dichten Gruppe von aufwendigen Schloss- und Bürgerbauten der Renaissance im Weserraum bezeichnet.



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