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Jedes Jahr liefert dem Kabarettisten Bernd Gieseking genügend Anlässe für sein satirisches Programm

Geheimtipp entwickelt sich zum Selbstläufer

Aerzen. Kabarettist Bernd Gieseking schafft es immer wieder, genussvoll sezierte Peinlichkeiten und Höhepunkte aus den letzten 365 Tage, 52 Wochen oder 12 Monaten in seinem satirischen Jahresrückblick Revue passieren zu lassen. Dem bekennenden Ostwestfalen reichen ganze 90 Minuten, um Politik, Gesellschaft und Kultur mal so richtig auf den Zahn zu fühlen und Blickwinkel aufzuzeigen, die bis dahin selbst für die Beteiligten noch völlig unbekannt waren. „Ab dafür!“ heißt sein jedes Jahr aufs Neue mit aktuellen Persönlichkeiten und Fakten gespickte Bühnenprogramm, das er bereits zum zehnten Mal im Rahmen des Veranstaltungsprogramms „Kultur in der Domänenburg“ in Aerzen präsentierte. Der traditionell ausverkaufte Auftakt der heimischen Veranstaltungsreihe hat mittlerweile einen solchen Kultstatus erreicht, dass er gar keine Ankündigung im Giesekingschen Tourneeplan mehr braucht. Allerdings sei das nur ein bedauernswertes Versäumnis, wie der Künstler ausdrücklich versicherte. Oder aber auch einfach die Bestätigung dafür, dass der satirische Jahresrückblick mit Bernd Gieseking längst vom Geheimtipp zum Selbstläufer geworden ist. Nach dem begeistert gefeierten Auftritt in Aerzen stellte sich Bernd Gieseking unseren Fragen.

veröffentlicht am 17.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:21 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Seit 25 Jahren sind Sie als Kabarettist regelmäßig auf Bühnen-Tournee. Woher kommen die immer wieder neuen Ideen für Ihr Programm?

Ich sehe es als meinen Beruf, das Jahr zu beobachten und daraus Komik zu entwickeln. Großen Spaß macht es mir, meine Beobachtungen kabarettistisch zu kommentieren oder in einen fiktiven Dialog mit Prominenten zu treten, wie zum Beispiel mit den befreundeten Politikern.

Den Wirt der Giesekingschen Stammkneipe „Fisch-Lounge“ in Köln, Herbert Hering, dessen Stammgast Karl Deutschland sowie den großen ostwestfälischen Weisen Konfusion kennen alle in ihrer treuen Fangemeinde. Doch wo kann man der Yurumi-Gang oder Finn, dem Leuchtturmwärter, also Figuren aus der Feder von Bernd Gieseking, die Kinder ansprechen, begegnen?

Die Abenteuer der Yurumi-Gang habe ich im Auftrag eines Dortmunder Energieversorgers geschrieben, der die Hörspiele um Maradonna, den Doktor, Musti sowie Mantel und Klunker vermarktet. Meine Trolle-Trilogie, drei Hörspiele, in die unterhaltsam für junge Hörer Wissenswertes verpackt ist, wurden kürzlich vom NDR gesendet und vom WDR wiederholt.

Bereits zum zehnten Mal haben Sie in Aerzen nun kabarettistisch vor ausverkauftem Haus auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Wurde ihnen inzwischen die Aerzener Ehrenbürgerschaft angeboten?

(Bernd Gieseking muss lachen): Wenn die Aerzener Domänenburg zum Schauplatz einer meiner Geschichten wird, können wir darüber nachdenken. Mein erstes richtiges Buch spielt allerdings nicht an der Weser, wie man bei einem gebürtigen Mindener als Autor vermuten könnte, sondern handelt von einer humorvollen Reise durch Finnland, wo mein Bruder lebt.

„Großen Spaß macht es mir, meine Beobachtungen kabarettistisch zu kommentieren oder in einen fiktiven Dialog mit Prominenten zu treten.“ Zum zehnten Mal gastierte Bernd Gieseking in der Domänenburg. Foto: sbr



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