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Polizei schweigt zu Ermittlungsstand nach Anschlag in Kirchohsen

Geflutetes Haus bleibt unbewohnbar

Kirchohsen. Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft an der Hauptstraße in Kirchohsen ermittelt der Staatsschutz. Die Polizei gehe derzeit verschiedenen Hinweisen nach, sagt Polizeioberkommissar Jens Petersen auf Anfrage der Dewezet. Allerdings teile die Polizei zum jetzigen Ermittlungsstand keine detaillierten Informationen mit, so der Polizeisprecher.

veröffentlicht am 18.02.2016 um 20:20 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Wie berichtet, war das Mehrfamilienhaus in der Nacht zum Mittwoch von Unbekannten geflutet worden, indem in drei Etagen Wasserleitungen und Schläuche durchtrennt worden waren. In wenigen Tagen sollten mehrere Flüchtlingsfamilien in das Wohnhaus unweit des Emmerthaler Bahnhofs einziehen.

„Ob es ein fremdenfeindlicher Anschlag war, weiß man noch nicht. Doch diese Geschichte wird uns nicht daran hindern, weiterhin Menschen in Emmerthal unterzubringen und hier zu integrieren“, sagt Bürgermeister Andreas Grossmann. Im Haus sollten in fünf Wohnungen 20 Schutzsuchende untergebracht werden. Ersten vagen Schätzungen nach kann es nun bis zu einem halben Jahr dauern, bis die Wohnungen bezogen werden können, vermutet Emmerthals Erster Gemeinderat Elmar Günzel. Eine bereits in einem Nebenhaus wohnende Familie kam in einer Ferienwohnung unter.

Die Höhe des entstandenen Schadens ist im Emmerthaler Rathaus nicht bekannt. Der Landkreis habe das Haus von privat angemietet, sagt Günzel. Die Sanierungsarbeiten seien Sache des Vermieters.

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  • Das Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße ist bis auf weiteres unbewohnbar. Foto: Wal

Noch am Mittwochabend war es auf der Kirchohsener Hauptstraße zu einer spontanen Demonstration gekommen. Eine Gruppe namens „Antifaschistische Aktion Hameln-Pyrmont“ bezeichnete sich einer Mitteilung zufolge als Organisator der Veranstaltung. „Entgegen der Einschätzung, dass es im Weserbergland keine Nazistrukturen oder rechte Szene gibt, beweist die Zahl und die Qualität dieser Ereignisse, dass das rassistische Gewaltpotenzial groß und entschlossene Gegenwehr absolut notwendig ist“, heißt es weiter. fn

Die Gruppe „Antifaschistische Aktion Hameln-Pyrmont“ organisierte eine spontane Demonstration auf der Hauptstraße in Kirchohsen.

Foto: pr



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