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Der Bagger steht zum Abriss bereit – doch noch fehlt das Gutachten

Gefährliche Ruine

AERZEN. Seit Wochen ist „Pettigs Brink“, der Verbindungsweg zwischen den Altdorfstraßen „Am Wall“ und „Goldschlag“, für Passanten gesperrt, weil das direkt an den Fußweg angrenzende Fachwerkhaus Goldschlag Nr. 4 einsturzgefährdet ist. „Achtung! Lebensgefahr!“, warnt ein Schild. Dennoch halten sich einige Passanten nicht an die Absperrung.

veröffentlicht am 05.04.2019 um 16:32 Uhr

Bereits seit zwei Wochen parkt der Bagger vor der Fachwerkruine im Aerzener Goldschlag. Foto: sbr
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Sie unterschätzen offensichtlich die Gefahr, die von der Fachwerkruine ausgeht und bahnen sich den Weg vorbei am Bauzaun und dem bröckelnden Gefache. Erst kürzlich war eine Geschossdecke eingestürzt, wodurch sich das Fachwerk bedrohlich nach außen wölbte. Seit zwei Wochen nun parkt ein riesiger Bagger vor dem Haus. Die Fachwerkruine soll abgerissen werden, weil durch unsachgemäßen Umgang mit der Bausubstanz mittlerweile nicht nur Einsturzgefahr besteht, sondern dem Baudenkmal auch ein nicht zu sanierender Schaden zugefügt wurde. Doch bevor das geschehen kann, war – wie von Behördenseite gefordert – ein Sachverständiger damit beschäftigt, die Architektur und den Ist-Zustand des 338 Jahre alten Gebäudes zu dokumentieren, bevor es endgültig aus dem Ortsbild verschwindet.

In einem Dewezet-Artikel aus dem Jahr 1950 wird berichtet, dass der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Aerzen, Wilhelm Sonnemann, damals den Vorschlag gemacht hatte, die ausgetretene Sandsteintreppe vom Wall zum Goldschlag zu verbreitern und am Kopf dieser Rundtreppe dann zwei Bänke aufzustellen. „Pettigs Brink würde dadurch einer der schönsten Winkel des Ortes“, schrieb damals Walter Kiesel, der Reporter.

„Pettigs Brink“ hat tatsächlich auch heute noch Potenzial, einen Schönheitswettbewerb zu gewinnen. Die übrigen Anwohner des Goldschlags sind mit viel Engagement bemüht, das einmalige Fachwerkensemble unterhalb der Marienkirche am ehemaligen Krammarkt-Platz nach denkmalschutzrechtlichen Kriterien zu erhalten. Vielleicht kann ja eine ansprechende Gestaltung des Grundstücks, auf dem heute noch das marode dreischiffige Längstdielenhaus aus dem Jahr 1681 steht, dazu beitragen, dass „Pettigs Brink“ und der angrenzende Goldschlag zukünftig wieder einen komplett gepflegten Gesamteindruck bei Passanten hinterlässt.



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