weather-image
19°

Am Dannenbrook werden nun beide Interessengruppen bedient

Gärten oder Bauplätze?

GROSS BERKEL. Vor zwei Jahren war die Entrüstung über die angekündigte Auflösung der Kleingartenkolonie „Am Dannenbrook“ unter den Pächtern groß. Das Gelände war damals von privater in kommunale Hand übergegangen und alle Laubenpieper hatten bereits im Vorfeld des Verkaufes von den Vorbesitzern die Kündigung erhalten.

veröffentlicht am 16.05.2019 um 12:27 Uhr

Die Groß Berkelerin Tatjana Erlenbach ist zufrieden mit der gefundenen Lösung. Foto: sbr
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Um der steigenden Nachfrage Bauwilliger zumindest in Teilen nachkommen zu können, beabsichtigte der Flecken Aerzen, dort Bauland auszuweisen. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Im Aerzener Rathaus ist man zu einer Lösung gekommen, die die Interessen beider Seiten berücksichtigt: 19 Kleingartenparzellen im oberen Bereich der Kolonie haben weiterhin Bestand, 2600 Quadratmeter Bauland sollen im unteren Bereich ausgewiesen werden. Die verbliebenen Kleingärten konnten bereits allesamt an Interessenten neu verpachtet werden, für die vier geplanten Bauplätze liegen zurzeit die Pläne im Rahmen der Bauleitplanung öffentlich aus.

„Die Pachtverträge für die Kleingärten haben eine Laufzeit von fünf Jahren“, erklärt Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock. Hintergrund: Viele der Interessenten an dem Gartenland sind bereits Senioren, die man vonseiten des Fleckens Aerzen nicht mit längerfristigen Verträgen fesseln möchte. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann man dann neu schauen, wie es weitergeht, heißt es aus dem Rathaus. Innerhalb der Pächtergemeinschaft der ehemaligen Kolonie hat es Verschiebungen gegeben. Einige ältere Laubenpieper haben ihr Gartenland aufgegeben, dadurch konnten Kleingärtner aus dem unteren Bereich der Kolonie, die weiterhin Interesse an einem Garten haben, in den oberen umsiedeln, berichtet Andreas Wittrock weiter. Im unteren Bereich der Gartenkolonie, der direkt an die Straße „Dannenbrook“ angrenzt, sollen Bauplätze für vier Neubauten entstehen. Der Verwaltungsausschuss des Fleckens hat bereits im Mai letzten Jahres den dazu notwendigen Aufstellungsbeschluss für eine 2600 Quadratmeter umfassende Fläche gefasst, der jetzt im Rahmen der Bauleitplanung der Gemeinde öffentlich bekannt gemacht wurde. Der Bebauungsplan Nr. 78 „Im Dannenbrooke“ geht mit einer Flächennutzungsplanänderung einher, die nicht nur den kompletten Bereich der Gartenkolonie einschließt, sondern sich über insgesamt zirka 12 000 Quadratmeter entlang der Straße „Dannenbrook“ erstreckt. Die Groß Berkelerin Tatjana Erlenbach ist zufrieden mit der gefundenen Lösung. Sie freut sich, dass ihre Familie weiterhin die kleine Gartenparzelle bewirtschaften kann, ihre Kinder mit den darin aufgestellten Spielgeräten spielen können und nicht nur das Gartenland, sondern auch die gute Gemeinschaft innerhalb der Kolonie weiter gepflegt wird, wie sie sagt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?