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Nabu-Ortsgruppe betreut 21 Hektar Fläche / Schutz gefährdeter Pflanzen und Tiere gilt als oberstes Ziel

Für die Natur legen sie sich mächtig ins Zeug

Emmerthal (gm). Beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ist auch bei den 67 Mitgliedern der Emmerthaler Ortsgruppe tatkräftige Arbeit gefragt. Vorsitzender Oliver Gockel verweist auf 15 bis 20 Prozent der Mitglieder, die übers Jahr aktiv sind. „Drei bis sechs Leute gehören immer zum harten Kern“, sagt der 47-Jährige aus Amelgatzen. „Auf sie ist auch generell und überall Verlass.“ Immerhin 21 Hektar, das sind stolze 210 000 Quadratmeter, betreut die Emmerthaler Gruppe. „Ob nun bei Arbeitseinsätzen oder aber auch bei der logistischen Arbeit im Hintergrund – unsere Mannschaft ist zusammengewachsen, und wir sind doch ein recht tolles Team“, freut sich Gockel, der beruflich als selbstständiger Landschaftsplaner tätig ist. Als Diplom-Ingenieur für das Landschaftswesen kann er sein Hobby, die Liebe zur Natur, mit seinem Job verbinden.

veröffentlicht am 26.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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Die 21 Hektar umfassen auch einige Gewässer und ein Quellmoor, das sich in der Möhrte, unweit vom Kirchohsener Schützenhaus, befindet. „Unsere Schwerpunkte liegen im Biotopschutz und der daraus resultierenden Pflege“, verdeutlicht Gockel, der in Amelgatzen beheimatet ist. Das Ziel beim Biotopschutz ist die Erhaltung von Populationen gefährdeter und schutzwürdiger Tier- und Pflanzenarten durch den Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume. Von den 21 Hektar Landfläche befinden sich 4 Hektar im Eigentum der Naturschützer, die als Ortsverein in diesem Monat auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. „Die anderen Flächen haben wir durch einen Nutzungsvertrag von der Gemeinde Emmerthal gepachtet“, erklärte Gockel, der sich besonders positiv über die Kooperation der beteiligten Landwirte äußert. Die Areale liegen in den Bereichen Börry, Bessinghausen und Esperde sowie auf der anderen Weserseite in Kirchohsen, Emmern und Ohr.

Zu den etwa 350 bis 400 Stunden Arbeitseinsatz, die die Emmerthaler Naturschützer jährlich ehrenamtlich leisten, gehört auch die Betreuung der Krötenwanderung im Frühjahr. „In Voremberg und Bessinghausen haben wir Mitglieder und engagierte Bürger, die im Frühjahr alljährlich annähernd 500 Tiere sicher über die Straßen begleiten“, berichtet der Vorsitzende. Die Dohle, Vogel des Jahres 2012, sei übrigens kein natürlicher Feind der Kröten. Laut Information von Gockel sind Dohlen zwar Allesfresser, halten sich aber nur vereinzelt in offenen ländlichen Gebieten auf. „In alten Gemäuern und Kirchtürmen fühlen sich die Dohlen sicher, hier bei uns an Emmer und Weser kann man sie zwar gelegentlich sehen, aber es sind keine größeren Vorkommen bekannt“, berichtet er.

Dafür gehören Fledermäuse zum Steckenpferd von Oliver Gockel. Seit über zehn Jahren arrangiert Gockel regelmäßige Fledermausexkursionen im Rahmen der Emmerthaler Ferienpassaktionen. Außerdem bietet er Gewässeruntersuchungen mit Amelgatzer Grundschülern an der Emmer oder Fossiliensuche im Ith-Steinbruch.

Was ihm allerdings die Schweißperlen auf die Stirn treibt, sind Umweltsünder, die ihre Abfälle unkontrolliert in der Natur entsorgen. Für den engagierten Naturschützer, der das gesamte Areal der Ortsgruppe mindestens einmal monatlich in Augenschein nimmt und kontrolliert, gibt es nichts Schöneres als eine saubere Natur mit einer gesunden Population von Fauna und Flora.



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