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Gemeinde schlägt Joachim Wehner für die Berufung in den Behindertenbeirat des Landkreises vor

Für die Aufgabe bringt er viel Erfahrung mit

Emmerthal (gm). Nichts zu tun, gibt es für ihn nicht. Joachim Wehner aus Kirchohsen ist immer in Bewegung und sucht ständig neue Herausforderungen. Jetzt hat sich der 70-Jährige über die örtliche Gemeindeverwaltung für den neu zu gründenden Behindertenbeirat des Landkreises Hameln-Pyrmont aufstellen lassen und will künftig die Gemeinde Emmerthal in diesem Gremium vertreten.

veröffentlicht am 01.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

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Die Voraussetzungen dafür hat er allemal, denn als ehemaliger Verwaltungsangestellter der Stadt Hameln war er während seiner beruflichen Tätigkeit über fünf Jahre als Behindertenobmann im Personalrat des Rathauses tätig. Der gelernte Polsterer und Dekorateur leidet seit seinem sechsten Lebensjahr an einer komplizierten Hüfterkrankung und hat bereits zahlreiche Operationen hinter sich. „Das Hüftproblem war auch mit ausschlaggebend, dass ich mich Anfang der 70er Jahre zum Verwaltungsfachangestellten umschulen ließ“, erzählt Wehner, der bis zu seinem Rentenantritt im städtischen Kulturamt als Verwaltungsleiter tätig war.

Seit über 40 Jahren betreibt Joachim Wehner im Hamelner Schachverein den geistigen Sport und ist darüber hinaus noch passionierter Petrijünger im Angelfischereiverein Emmerthal. Gemeinsam mit seiner Ehefrau erfreut sich Joachim Wehner täglich an seiner 350 Quadratmeter großen Gartenparzelle, die er in der Hamelner „Kolonie am See“ erworben hat. „Auch wenn, wie demnächst im Winter, dort nichts mehr zu tun ist, fahre ich trotzdem täglich da hin, denn die Vögel erwarten bei mir jeden Tag frisches Futter“, sagt Wehner schmunzelnd, dem sein hundertprozentiger Grad der Behinderung nicht anzusehen ist. Was ihn demnächst im künftigen Behindertenbeirat des Landkreises erwartet, weiß er noch nicht, aber er hat bereits konkrete Vorstellungen, für die er sich stark machen möchte. Offiziell wird der aus bis zu 17 Mitgliedern bestehende Behindertenbeirat des Landkreises im November vom Kreisausschuss berufen.

„Und dann sollte es eigentlich relativ schnell gehen, bis sich das Gremium konstituiert“, informiert Klaus Laeger vom zuständigen Fachbereich des Landkreises, der noch in diesem Jahr mit der Arbeitsaufnahme des neuen Behindertenbeirates rechnet. Der Emmerthaler Joachim Wehner ist jedenfalls schon ganz gespannt auf seine neue Herausforderung. Schließlich hat er mit Tanja Schultz aus Börry eine junge Frau an seiner Seite, die ihn im Bedarfsfall in dem neuen Gremium des Landkreises vertritt.

Immer aktiv – und so ist es für Joachim Wehner selbstverständlich, sich für die Arbeit im Behindertenbeirat zur Verfügung zu stellen.

Foto: gm

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