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Kritik an neuen Öffnungszeiten / Bürgermeister gibt Protesten keine Chance – weil Personal fehlt

Frühschwimmer warten vor verschlossenen Toren

AERZEN. Da hatten sich einige Frühschwimmer aus alter Gewohnheit zu früh auf den Weg gemacht – und standen am Aerzener Freibad vor verschlossenen Toren. Einer von ihnen war Peter Lohmann, der mit einem verärgerten Brief an die Gemeinde reagierte. Acht statt sieben Uhr – viel zu spät, kündigt er Widerstand an.

veröffentlicht am 20.06.2017 um 11:31 Uhr
aktualisiert am 20.06.2017 um 17:07 Uhr

Unmittelbar nach der Wiedereröffnung des Freibades wächst bereits der Ärger: An den meisten Tagen öffnet es erst um 8 Uhr. Foto: Dana

Autor:

Christian Sperlich
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„Es ist eine Unverschämtheit, auf diese Weise circa 20 Bürger, die größtenteils mit Jahreskarten langjährig die Bäder frühmorgens zur Erhaltung ihrer Gesundheit nutzen, derartig zu verprellen“, machte er seiner Wut Luft. „Größtmöglicher Widerstand“ werde sich entwickeln, damit „die Bäder schnellstens wieder um 7 Uhr öffnen“, schrieb Lohmann, der als Mitglied des Fördervereins Aerzener Bäder auf ein breites Forum hofft.

Protest hin oder her – die Gemeinde wolle an der Entscheidung in dieser Saison festhalten, sagt Bürgermeister Bernhard Wagner. Er hatte schon im Vorfeld mit Unmut gerechnet, das Bad erst später – in der Regel täglich um acht, mittwochs um sieben Uhr – zu öffnen. Dabei gehe es nicht um Kostengründe. Allein: Es fehle besonders aus Krankheitsgründen an Personal, begründet er. Wie berichtet, hat die Gemeinde sogar einen Bademeister-Gehilfen aus dem Ruhestand für einige Stunden verpflichet. „Ein bisschen schade“, mehr sei aber nicht drin, sagt Wagner, der einige Beschwerden von weiteren Frühschwimmern bestätigt.

Personalprobleme führten ebenso dazu, dass auch am hochsommerlichen Montag das Bad in der Mittagszeit geschlossen hätte bleiben müssen. „Flexibler geht es nicht“, was er ebenfalls bedaure. Mit Beginn der Sommerferien bleibe das Freibad dann aber durchgehend bis 20 Uhr geöffnet, es sei denn, dass die Temperaturen unter 17 Grad liegen würden.

Nach Angaben Wagners würden die Badbesucher seit der Wiedereröffnung mit Anregungen an die Gemeinde herantreten. „Mal sinnvoll, mal weniger sinnvoll“, doch grundsätzlich gelte: „Wir werden nachsteuern.“ Und: Gab es vor zwei Wochen noch die Mitteilung, dass sich kein Imbissbetreiber finde, so zeichnet sich hier vielleicht eine Lösung ab. Wagner: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran.“ Und müssen die Aerzener nun mit höheren Eintrittspreisen rechnen oder damit, dass die Jahreskarten wie in Nachbarkommunen in der bisherigen Form aufgegeben werden? Überlegungen würden im Rathaus laufen, bestätigt der Bürgermeister – aber nicht mehr in dieser Freibadsaison.

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