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Emmerthaler Institut gehört mit 2,7-Millionen-Euro-Projekt zur „Innovationsallianz Photovoltaik“

Forscher setzen weiter auf sinkende Kosten

Emmerthal (cb). Zwar drängte sich in diesem Jahr der Eindruck auf, dass sich Schatten über die Solarenergie lege. Dennoch: Die Forschung setzt weiter auf ihre Stärken, um die Photovoltaik zur Stromerzeugung voranzubringen. Seit diesem Monat ist die Innovationsallianz Photovoltaik mit einem eigenen Internetauftritt unter www.innovationsallianz-photovoltaik.de vertreten, bei dem unter 20 Projekten das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) in Emmerthal vertreten ist. Vorgestellt wird dabei ein in diesem Jahr gestartetes Forschungsvorhaben der Wissenschaftler am Ohrberg, mit dem die Kosten für Photovoltaik-Strom um ein Fünftel gekürzt werden sollen. Das Projektvolumen umfasst 2,7 Millionen Euro bei etwa 83 Prozent Förderanteil über einen Zeitraum von drei Jahren. „Die deutsche Solarbranche hat bei Innovationen die Nase vorn. Nur durch eng verzahnte Forschung und Entwicklung von Herstellern, Zulieferbetrieben und Wissenschaftlern kann dieser Vorsprung in Zeiten harten Wettbewerbs und wachsenden Kostendrucks gesichert werden“, erklärt Dr. Günther Häckl, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft. „Interessierte können ab sofort auf der Internetseite der Innovationsallianz Photovoltaik erfahren, an welchen Herausforderungen und konkreten Projekten die deutsche Solarindustrie gerade forscht.“

veröffentlicht am 28.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:21 Uhr

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Führende Unternehmen der Solarbranche haben sich mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in der Innovationsallianz zusammengeschlossen. Geforscht wird im Verbund: Forschungseinrichtungen, Hersteller, Anlagenbauer und Ausrüster erarbeiten gemeinsam Innovationen, die Solarstrom künftig noch günstiger und effizienter machen sollen. Die Ergebnisse der industriegeführten Forschungsprojekte sollen möglichst rasch zu neuen Verfahren und innovativen Produkten mit verbesserten Eigenschaften, zu einer Senkung der Herstellungskosten und zu Investitionen am Standort Deutschland führen.

Auf der Internetseite finden sich Informationen über das Forschungsprogramm der beiden Ministerien. Rund 20 geförderte Projekte stellen ihre laufenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vor. Das erste Verbundvorhaben wird voraussichtlich Ende nächsten Jahres abgeschlossen. „Die Internetseite ist damit ein Spiegel der außerordentlichen Innovationskraft unserer deutschen Solarindustrie“, sagt Häckl.

Mit der Innovationsallianz Photovoltaik fördert die Bundesregierung seit 2010 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben deutscher Photovoltaik-Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Ziel ist es laut eigener Darstellung, die „Forschungsanstrengungen im Bereich der Photovoltaik zu bündeln, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die in Deutschland über viele Jahre aufgebaute exzellente Expertise und Positionierung deutscher Solarunternehmen durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im vorwettbewerblichen Bereich noch stärker voranzutreiben“. Die Verzahnung aller Partner der Prozessketten und enge Kooperationen von Photovoltaik-Herstellern, Anlagenbauern und Ausrüstern seien die Basis für schnelle Lernzyklen. „Eine hohe Geschwindigkeit bei der Entwicklung und Umsetzung der geplanten Innovationen wird so möglich“, heißt es über das Ziel der Allianz weiter.

„Das Institut für Solarenergieforschung in Emmerthal untersucht im Rahmen der deutschlandweiten Innovationsallianz Photovoltaik unter anderem die Langzeitstabilität von Photovoltaikmodulen“, teilt dessen Sprecher Dr. Roland Goslich auf Nachfrage mit. Im Projekt „Mikro“ werde nach der Ursache von Mikrorissen in Solarzellen geforscht, die im Laufe der Zeit die Leistung der Photovoltaikmodule mindere. „Ziel dieser Untersuchungen ist es, solche Mikrorisse zu vermeiden, um langfristig stabile Leistungen von Photovoltaikmodulen zu realisieren“, so Goslich. „Auch das ist ein wichtiger Schritt zur Kostenreduktion in der Photovoltaik.“

Durch die Photovoltaik seien schon rund 100 000 Arbeitsplätze in Deutschland entstanden, wie die Allianz erläutert. Weiter heißt es: „Angesichts herausfordernder Rahmenbedingungen für die deutsche Solarbranche und eines starken internationalen Wettbewerbs kommt der Forschung und Entwicklung eine tragende Rolle zu, um durch Technologieführerschaft die Wettbewerbsnachteile auszugleichen und gleichzeitig die derzeit im Entstehen begriffenen neuen Märkte zu erschließen.“



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