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Politik befürwortet Gewässerentwicklungsplan / Hoffnung auf langfristige Verbesserungen

Fördergelder stehen für die Emmer in Aussicht

Emmerthal (gm). Der Hochwasserschutz an der Emmer, primär der Alarmierungsplan, den die Gemeinde Emmerthal seinerzeit noch zu Amtszeiten des damaligen Ersten Gemeinderates Wolfgang Hoth ins Leben rief, hat bis heute Bestand. Bereits vor gut sieben Jahren regte das ehemalige Emmerthaler CDU-Ortsratsmitglied Helene Steinmann diese Meldeliste an, bei der jeder Betroffene nach dem Schneeballsystem zu benachrichtigen ist. „Immer wenn der Schiederstausee sein Wasser ablässt, hat sich dieses Frühwarnsystem bewährt“, urteilte Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) bei der jüngsten Zusammenkunft des Emmerthaler Ortsrates.

veröffentlicht am 19.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:41 Uhr

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Aber darum ging es bei der Ortsratssitzung nicht vordergründig, denn die Emmerthaler, die am Wasser leben und sich mit ihrem Gewässer identifizieren, würden schon gern einmal wieder in die Emmer springen, um sich im Sommer in ihrem Flusslauf abzukühlen. „Und dafür stehen die Chancen gut“, wie Ortsbürgermeister Welzhofer einräumte. „Über das Planungsbüro Sönnichsen und Partner aus Minden möchte unser Bürgermeister Andreas Grossmann mit der Stadt Bad Pyrmont einen Gewässerentwicklungsplan erstellen lassen, von dem Menschen, Tiere und die Flora entlang der Emmer profitieren können“, sagte Welzhofer.

„Eine erste interkommunale Zusammenkunft mit Vertretern aus Emmerthal, der Stadt Bad Pyrmont, den ansässigen Angelvereinen, den Unterhaltungsverbänden und dem Nabu gab es bereits“, informierte Bürgermeister Andreas Grossmann im Ortsrat. „Zwar fließen die meisten Gelder des niedersächsischen Hochwasser- und Küstenschutzes an die Küsten, aber auch wir hier im Landesinneren haben gute Möglichkeiten auf eine Förderung“, verdeutlichte der Bürgermeister. „Der Gewässerentwicklungsplan wird mit 90 Prozent vom Land Niedersachsen gefördert“, so Grossmann.

Etwa 50 000 Euro kostet dieser Gewässerentwicklungsplan. Bei einer 90-prozentigen Förderung verblieben für Emmerthal und die Stadt Bad Pyrmont jeweils 2500 Euro. „Und das ist die Sache wert, zumal wir alle nachhaltig hier bei uns an der Emmer davon profitieren können und langfristig auch bei der Umsetzung mit sehr hohen Fördergeldern durch das Land Niedersachsen rechnen dürfen“, sagte der Bürgermeister. „Die Emmer, die im niedersächsischen Hochwasser- und Küstenschutz einen relativ hohen Stellenwert genießt, könnte langfristig und nachhaltig wieder für unsere Bürger und für unsere Touristen zu einem Erholungs- und Freizeitgebiet werden“, ist sich Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer sicher. Einer lebendigen Wasserlandschaft mit spielenden und badenden Kindern an den Emmerauen, einem gesunden Fischbestand und einer naturnahen Flora stehe somit nichts mehr im Weg.

Nicht nur die Mehrheitsgruppe aus CDU und FWE im Ortsrat, auch die Gruppe aus SPD und Grünen sprach sich für den eingeleiteten Weg der Verwaltung zur nachhaltigen Gewässerentwicklung an der Emmer aus. James Palmer (SPD), heute 57 Jahre alt, hatte bereits als Kind regelmäßig in der emmerschen „Schlachtsche“ gebadet, wie er auf Nachfrage unserer Zeitung in Erinnerung ruft. Palmer: „Wenn wir die Emmer mit staatlichen Förderungen nachhaltig renaturieren können, sollten wir uns nicht vor einer geringen Eigenanteilinvestition scheuen.“

Mit 90 Prozent fördert das Land Niedersachsen Gewässerentwicklungspläne für Fließgewässer. Erste Gespräche gab es dazu für den Bereich der Emmer.

Foto: Wal



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