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Kerstin Schlies unterstützt Familie aus Tschetschenien im schwierigen Alltag – und hofft auf Nachahmer

Flüchtlinge erleben Hilfe als Glücksfall

Aerzen. Der Anruf von Adam M. erreicht Kerstin und Christian Schlie im Weihnachtsurlaub in Thüringen: Ramzan, das älteste von insgesamt vier Kindern der Flüchtlingsfamilie, war im Badezimmer gestürzt und hatte sich das Schienbein aufgeschnitten. Der Vater, im Februar 2013 mit seiner Frau Alina und den Kindern aus Tschetschenien geflohen, wusste sich angesichts der stark blutenden Schnittwunde des Vierjährigen und seiner unzureichenden deutschen Sprachkenntnisse keinen anderen Rat, als die Eheleute Schlie zu kontaktieren, zu denen die tschetschenische Familie im Laufe der vergangenen Monate ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Kerstin Schlie schätzte die Situation am Telefon gleich richtig ein und verständigte vom Urlaubsort aus unverzüglich den Notarzt, der den verletzten Jungen in Begleitung des Vaters ins Krankenhaus brachte. Nach einer mehrtägigen stationären Behandlung stand zwischen Weihnachten und Neujahr die Nachversorgung der Wunde an. Der Krankenschein lag aber beim Kinderarzt. Der wiederum hatte Urlaub, die Hausarztpraxis vor Ort wollte ohne Überweisung die Nachbehandlung nicht übernehmen und verwies auf die Zuständigkeit des Krankenhauses. Das große Glück für die Familie M. in dieser schwierigen Situation: Kerstin Schlie war wieder zu Hause, telefonierte, organisierte und half aus reiner Nächstenliebe – und das nicht zum ersten Mal.

veröffentlicht am 06.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan


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