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Dieter Timm hat ein besonderes Hobby: der Deitlevser hält mehrere Alpakas

Flauschige Exoten

DEITLEVSEN. Es ist eine der kleinsten Ortschaften im Landkreis, doch Deitlevsen kann mit zwei Besonderheiten aufwarten. Zum einen hat das Dorf ein Museum für Buchdruckkunst und zum anderen sind hier Alpakas anzutreffen, jene Tiere, deren Heimat eigentlich die südamerikanischen Anden sind.

veröffentlicht am 21.01.2019 um 14:20 Uhr
aktualisiert am 21.01.2019 um 18:30 Uhr

Zutraulich kommen „Carmen“, „Stella“ und „Pablo“, wenn Hans-Dieter Timm seine Alpakas mit Leckerlis lockt. Foto: ubo
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Autor

Uwe Bosselmann Reporter
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Die kleine Alpaka-Herde grast auf den weitläufigen Wiesen rund um den Weiler und gehört Dieter Timm. „Ich habe mich für die Alpakas entschieden, weil sie friedlich, pflegeleicht und leicht zu halten sind und eine sehr gute Wolle geben“, erzählt der Deitlevser. Zudem sind die Tiere ausgesprochen zutraulich. Das wird deutlich, wenn sich Timm den flauschigen Alpakas mit einem Eimer voll Pellets nähert. Die Tiere kommen sofort näher und fressen sogar aus dem Eimer. Zwei Stuten „Stella“ und „Carmen“, Hengst „Pablo“ sowie zwei Ponys grasen ebenfalls auf den Wiesen rund um Deitlevsen.

„Früher hatten wir Heidschnucken und auch Schafe. Die Haltung der Heidschnucken war gut. Anschließend hielten wir leihweise Schafe. Die sind meist über den Zaun gesprungen oder darunter weggeschlüpft. Dann haben wir uns für Alpakas entschieden“, so Timm.

Das Zuhause der Alpakas sind die südamerikanischen Anden in 3000 Meter Höhe. Die Tiere besitzen ein dichtes Fell und können deshalb auch in unseren Breitengraden im Winter gehalten werden. „Wir haben einen offenen Stall, der den Tieren jederzeit Schutz bietet“, erklärt Timm. Die Huacaya-Alpakas, die Timm ebenfalls hält, haben eine feine, gleichmäßig gekräuselte Faser und einige feine Deckhaare. Im Gegensatz dazu hat das Suri-Alpaka keine Kräuselung der Faser, das Haar hängt in gelockten geraden Strähnen herab. Seit jeher wurden Alpakas wegen ihrer Wolle und als Nahrungsquelle gezüchtet und gehalten. Einmal im Jahr steht die Schur an. Die Alpakas gehören zu den Neuweltkameliden, den sogenannten Höckerkamelen. Die Sohlenflächen der beiden Zehen sind mit dicken, federnden Schwielen gepolstert. Stuten werden rund 60 Kilogramm schwer, Hengste bis zu 80 Kilogramm. Alpakas sind soziale Tiere und leben in Herden. Deren Haltung begann bereits 3000 vor Christus. Nach der Eroberung Perus durch die Spanier waren die Alpakas nahezu ausgestorben, weil die Spanier ihre Schafe mitbrachten. Erst mit der Unabhängigkeit des Landes wurden wieder Alpakas gehalten.

Die Haltung der Tiere sei problemlos, so Timm. „Sie brauchen viel Platz, weil sie Fluchttiere sind. Ein Zaun von 80 Zentimeter Höhe reicht“, erläutert der Deitlevser und ergänzt: „Wir haben sie hauptsächlich als Rasenmäher, weil sie das Gras kurz halten und die Grasnarbe schonen.“ Die Pflege ist übersichtlich: Zahnpflege, Klauenpflege und Schur. „Die Wolle ist leicht, temperaturausgleichend und wird meist für Bettdecken benutzt“, so Timm. „Die Alpakas sind genügsam und machen sehr viel Spaß“, freut sich Timm und streichelt die Tiere zum Abschied, bevor er sie wieder auf der Wiese friedlich grasend zurücklässt.



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