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Straßen gesperrt / Notärzte im Einsatz / Spekulationen im Internet

Flammen, Rauch und Schreie – selten war Übung so realistisch

Kirchohsen. Qualm wabert aus einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße/Ecke Berliner Straße in Kirchohsen; in einem Zimmer lodern Flammen – Feuerwehr, THW und DRK sind mit einem Großaufgebot an Kräften vor Ort. Blaulichter blitzen auf. Straßen sind gesperrt, Autos werden über Schlauchbrücken geleitet. Im Internet brodelt die Gerüchteküche. Glücklicherweise proben Rettungskräfte, darunter Notärzte, an diesem späten Samstagabend nur den Ernstfall. Selten war eine Übung so realistisch wie diese. Übungsleiter Kay Leinemann hat ein Gebäude ausgewählt, das abgerissen werden soll, und pyrotechnische Brandsätze angezündet. Spezialisten des Roten Kreuzes aus Neustadt am Rübenberge haben sechs Statisten täuschend echt geschminkt. Anfangs hat wohl niemand geahnt, dass nur Theaterschminke, Filmblut und Rauchbomben im Spiel sind. Angenommene Lage: „Bei Reparaturarbeiten an der Heizung hat sich eine Explosion ereignet. Ein Feuer ist ausgebrochen. Es hat Verletzte gegeben, ein Mann ist im Keller verschüttet worden.“ Zehn Feuerwehren sind im Einsatz, um zu löschen und zu retten. Das Technische Hilfswerk aus Hameln stemmt mit Presslufthämmern ein Loch in den Betonfußboden, um an das eingeschlossene Opfer heranzukommen. Draußen behandeln Rettungsassistenten der DRK-Wache Emmerthal die ersten Verletzten. Ehrenamtliche DRK-Helfer der Schnell-Einsatzgruppen aus Marienau und Hameln bauen Zelte auf, richten einen Verbandsplatz ein und kümmern sich um die Schauspieler, die Verletzte mimen. Der Leitende Notarzt Dr. Horatiu Popescu freut sich: „Das ist eine gute Gelegenheit, das Zusammenspiel der Einheiten zu üben“, meint er. Dr. Jörg Meckelburg ist der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes. Als Notarzt hält er sich heute zurück. Er beobachtet die Übung, stellt am Ende fest: „Alles hat reibungslos geklappt. Ich bin zufrieden.“ Im Ernstfall wären acht Notärzte, zwei davon mit Hubschraubern, nach Emmerthal gekommen. Das hat die Leitstelle Hameln erkundet. Auch Übungsleiter Kay Leinemann hat nichts zu meckern. 160 Helfer waren bis kurz vor Mitternacht im Einsatz.ube

veröffentlicht am 01.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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