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Polizei geht erster Spur nach / Staatsanwaltschaft schickt Biologen / Zwei Labore suchen nach Ursache

Fischsterben in der Humme „eine Katastrophe“

Aerzen (ube). Fischsterben in der Humme – zwischen Reinerbeck und Aerzen liegen mehrere Tausend Stichlinge, Mühlkoppen und Bachforellen auf dem Grund des kleinen Flusses. Eine bislang unbekannte Substanz hat die Fische getötet. Die Polizei und die Untere Wasserbehörde versuchen derzeit, den Täter zu finden. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat sofort reagiert und einen Sachverständigen nach Aerzen geschickt. Der Diplom-Biologe untersuchte das Flussbett. Er ist dabei, ein Gutachten zu erstellen.

veröffentlicht am 02.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:41 Uhr

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Der Aerzener Kommissar Thomas Bleibaum ließ Wasserproben zur Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt nach Hameln und Kadaver zum Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bringen. Wissenschaftler sollen herausfinden, weshalb die Fische verendet sind. „Das ist das größte Fischsterben seit dem Chemie-Zugunfall von Bad Münder im Jahre 2002“, sagt der Gewässerwart des Angelvereins Aerzen, Manfred Franke. Für den 1. Vorsitzenden Wolfgang Steffen ist das, was hier passiert ist, „eine Katastrophe“. Ein Fischsterben von einem solchen Ausmaß habe es in den vergangenen 15 Jahren an der Humme nicht gegeben, sagt Steffen und schaut auf die bis zu 33 Zentimeter langen Bachforellen, deren Mäuler weit aufgerissen sind, und die vielen toten Mühlkoppen, die laut Franke unter Naturschutz stehen und vom Aussterben bedroht sind. Vereinsmitglieder sind mit Eimern unterwegs, bergen die toten Tiere. Wie viele es sind, kann niemand sagen. Erst vor vier Wochen haben die Sportfischer in diesem Bereich 2000 Bachforellen ausgesetzt. Jetzt lebe auf einer Länge von drei Kilometern kein Fisch mehr, sagt Steffen. „Fünf Jahre wird es wohl dauern, bis hier alles so ist, wie es einmal war“, schätzt Gewässerwart Franke. Kleiner Trost: Kleinstlebewesen wie Köcherfliegen- und Mückenlarven oder Flohkrebse, die von Fischen gefressen werden, haben die Schadstoff-Welle offenbar überlebt.

Am Donnerstagvormittag war die erste Meldung über verschmutztes Wasser eingegangen. Ein Bürger aus Selxen hatte Alarm geschlagen und die Behörden informiert. Möglich, dass die Einleitung schon am Tag davor passiert ist. Kommissar Bleibaum geht bereits einer ersten Spur nach. Er bittet um Hinweise, Tel. 05154/8364.



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