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Intorq-Investitionen in Aerzen: Gemeinderat beschließt Planungen für Gewerbegebiet

Firmen-Erweiterung rückt näher

AERZEN. Das Unternehmen Intorq, Bremsen- und Kupplungshersteller für elektrische Antriebe, will seinen Standort in Aerzen über den Wülmser Weg hinaus in westliche Richtung erweitern und so die Verwaltung und Produktion mit der zurzeit noch an einer anderen Stelle betriebenen Lagerhaltung vereinen. Nach der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans „Wülmser Weg Gewerbegebiet I“ steht diesen Zielen nun vonseiten der Kommune fast nichts mehr im Weg. So wie Bau- und Verwaltungsausschuss fasste jetzt auch der Rat den Beschluss der Abwägung sowie den Satzungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan einstimmig. Zuvor waren vonseiten der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange keine gravierenden Einwände gegen die Erweiterungspläne im Zuge der Bauleitplanung eingereicht worden.

veröffentlicht am 10.06.2016 um 14:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

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Autor:

von sabine Brakhan
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Das Unternehmen hatte ein wenig gedrängt und im Herbst an die Gemeinde appelliert, die Umsetzung der Neubaupläne zeitnah zu unterstützen. Intorq-Geschäftsführer Dr. Eckard Menzel wies darauf hin, dass mit den Investitionen in einer Höhe von sechs Millionen Euro die Voraussetzungen geschaffen werden sollten, „dass wir weiterhin auf Wachstumskurs bleiben“, sagte er damals. Unter den derzeitigen Bedingungen laufe das Unternehmen auf Kapazitätsengpässe zu, begründete er. Maßgebliches Ziel der Investitionen sei es, die Lager- und Produktionslogistik zu verbessern und effektiver zu gestalten, berichtete der Geschäftsführer. Die Zahl der Mitarbeiter war am Standort Aerzen mit 165, für die gesamte Gruppe mit rund 240 Beschäftigten angegeben worden. Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bewilligte für die Investitionen des heimischen Unternehmens einen Zuschuss in Höhe von 750 000 Euro.

Bei der öffentlichen Auslegung der Bauleitplanungen – dabei können beispielsweise neben Behörden, Energieversorger, Betreiber von Telekommunikationsnetzwerken auch Bürger Stellung beziehen, waren die Anregungen und Bedenken vergleichsweise gering. Peter Flaspöhler vom gleichnamigen Planungsbüro aus Hessisch Oldendorf, von der Gemeinde mit der Begleitung der Bauleitplanung beauftragt, hatte unter anderem im Rahmen der Abwägung erklärt: An den Plänen, die Ausgleichsfläche am Reherschen Kreisel als Extensivgrünland mit zehn großkronigen heimischen Laubbäumen naturnah zu gestalten, werde festgehalten. Den Einwand eines Einwohners, die Bäume könnten die Frischluftzufuhrachse blockieren, konnte der Diplom-Ingenieur dabei widerlegen.

Zur wirtschaftlichen Entwicklung und Erhaltung sowie Schaffung von Arbeitsplätzen sei die Ausweisung dieses Gewerbegebietes erforderlich, argumentierte die Gemeinde. Vor dem Hintergrund, nur so dem Betrieb die Erweiterung ermöglichen zu können, gab der Rat mit seinem einstimmigen Votum grünes Licht für die Erweiterung des Gewerbegebietes entlang der Umgehungsstraße.

Die ausstehende Genehmigung der Änderung des Flächennutzungsplans erwartet man im Rathaus in den nächsten Tagen. Erst dann kann nach fast zweieinhalb Jahren planerischer Vorbereitung mit unterschiedlichen Standortoptionen – auch ein Neubau entlang des Reherweges war angedacht – die Realisierung der Intorq-Erweiterung am alten Standort am Wülmser Weg beginnen.



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