weather-image
12°
Feuerwehr reagiert mit Förderverein auf Auflagen der Gemeinde

Finanzen unter eigener Kontrolle

Grupenhagen (sbr). Die Gründung des ersten gemeinnützigen Fördervereins einer Freiwilligen Feuerwehr im Flecken Aerzen ist in Grupenhagen erfolgt. Grund ist die Umsetzung einer Neuerung in der Gemeindeordnung in Verbindung mit der Gemeindehaushalts- und Kassenverordnung durch Rat und Verwaltung. Danach sind nun alle Einrichtungen der Gemeinde verpflichtet, alle Einnahmen – auch Mitgliedsbeiträge und Spenden – aufzulisten und bis 100 Euro durch den Bürgermeister, von 101 bis 2000 Euro vom Verwaltungsausschuss und Zuwendungen über 2000 Euro vom Gemeinderat formell genehmigen zu lassen. Und dazu gehört auch das örtliche Feuerlöschwesen, wie Grupenhagens Ortsbrandmeister Friedhelm Senke erläutert. „Für die Freiwillige Feuerwehr Grupenhagen mit ihrem Musikzug bedeutet die Neuerung einen großen bürokratischen und zeitlichen Mehraufwand, den die Kameraden, die in ihren Feuerwehrjob bereits jede Menge Freizeit investieren, nicht noch zusätzlich leisten können“, fährt der Ortsbrandmeister, der gleichzeitig Aerzens stellvertretender Gemeindebrandmeister ist, in seinen Ausführungen fort. Um die Umsetzung der neuen Vorgaben umgehen zu können, gab es für die Brandschützer nur eine Lösung: die Gründung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Grupenhagen.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:21 Uhr

Wenn der Musikzug spielt, kann er mit Spenden rechnen. Der Förderverein soll mit dazu dienen, dass nicht alle Beträge durch die
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Denn die Ortswehr sah sich außerstande, die ihr auferlegten Pflichten im vorgegebenen Umfang zu leisten. „Es ist einfach nicht praktikabel, unterwegs eine Sammelliste zu führen, die die Einnahmen zum Beispiel aus der Aktion Tannenbaum oder dem Maiblasen aufschlüsselt. Dafür fehlen uns schlicht und einfach die Leute“, so Senke. Mit der Gründung des Fördervereins und der unverzüglichen Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt kann in Grupenhagen auf die aufwendige Listenführung verzichtet werden. Nur der Finanzfluss zwischen Förderverein und Feuerwehr muss offengelegt werden.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind automatisch auch Mitglieder im Förderverein. Vereinsbeiträge und Spenden sind grundsätzlich an den Förderverein zu entrichten. Dieser ist dann sogar berechtigt, Spendenquittungen auszustellen. Die enge Bindung an die Brandschützer ergibt sich bereits aus dem Namen: Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Grupenhagen. Laut Satzung ist der Ortsbrandmeister automatisch auch Vorsitzender des Fördervereins. Auch viele andere Vereinsvorstandsposten sind identisch mit den Funktionen im Kommando der Ortswehr. Allerdings wurden mit Renate Benneke als Schriftführerin sowie Klaus Sentker und Andreas Breitkopf als Beisitzer Vorstandsmitglieder aus den Reihen der Förderer gewählt. „Jetzt müssen wir natürlich erst einmal Erfahrungen mit dieser neuen Konstellation sammeln“, erläutert Friedhelm Senke. Das erste Ziel, die Förderungsfähigkeit im Sinne der Satzung und damit die Anerkennung der Gemeinnützigkeit zu erlangen, sei erreicht. „Wir möchten durch die Gründung des Fördervereins die finanziellen Dinge der Freiwilligen Feuerwehr Grupenhagen selbst in der Hand behalten und weiterhin den örtlichen Brandschutz aktiv unterstützen“, sagt Senke. „Schon jetzt denken auch andere Ortsbrandmeister über ähnliche Schritte nach.“

Friedhelm Senke
  • Friedhelm Senke


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt