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Feuerwehrhäuser in Esperde und Bessinghausen in schlechtem Zustand / Fahrzeughallen zu eng

Feuerwehrhäuser: Zahlreiche Baumängel aufgelistet

BROCKENSEN/BESSINGHAUSEN/ESPERDE. In einer zweiten Runde haben sich die Mitglieder des Ortsrates Börry jüngst einen Überblick über den Zustand der Feuerwehrhäuser im östlichen Teil ihres Zuständigkeitsbereichs verschafft. Neben der Problematik mit zu wenig Platz in den Fahrzeughallen waren in Bessinghausen und besonders in Esperde Baumängel zu verzeichnen.

veröffentlicht am 17.07.2017 um 17:52 Uhr

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Friedrich-Wilhelm Thies Reporter
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Da deren Behebung mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sein wird, wird dies noch etwas auf sich warten lassen. Hierzu soll erst die Verabschiedung des Feuerwehr-Bedarfsplans abgewartet werden, wie es aus den Reihen der Verwaltung bei der Begehung hieß.

Am deutlichsten fallen die Mängel beim Feuerwehrhaus Esperde auf, wo der Außenputz fast durchgängig Risse aufweist, Feuchtigkeitsschäden notdürftig repariert wurden, aber weiter vorhanden sind, und eine Sanierung daher dringend angeraten scheint. Auch der Fußboden in der Fahrzeughalle ist teilweise abgeplatzt und müsste erneuert werden. Alles aber Maßnahmen, die ins Geld gehen. Die Kosten müssten daher zunächst einmal ermittelt werden, bevor man darüber entscheiden kann, wie der Erste Gemeinderat Elmar Günzel betonte. Schnell und in Eigenleistung zu erledigen sein wird dagegen ein neuer Anstrich der Giebelfront auf der Rückseite des Gebäudes, so Ortsbrandmeister Tobias Meine,

Noch ein anderes Problem wird sich kostengünstig regeln lassen. Ortsbrandmeister Meine hatte das links vom Feuerwehrhaus befindliche Geländer zur Ilse angemahnt, dass einen zu großen Abstand zwischen den Feldern hat und wo einigen Posten in der Verankerung angerostet sind. „Dort können Kinder sehr leicht durchfallen. Die landen dann im deutlich tiefer gelegenen Bach und könnten sich erheblich verletzen“, berichtete Tobias Meine. Auch Elmar Günzel betonte: „Hier muss was passieren.“ Aber die Gemeinde können im Zuge der Sanierung der Eisenbahnbrücke im Verlauf der L 432 bei Amelgatzen das dort noch gut erhaltene Geländer kostengünstig erwerben. Und dies Geländer soll dann zeitnah hier in Esperde das alte ersetzen.

Im Feuerwehrhaus Bessinghausen konnte Ortsbrandmeister Heino Linke auf einen erst vor kurzen sanierten Übungsraum verweisen. Probleme gib es in der Küche, deren Außenwand an einen Hang angrenzt. Dort gibt es Feuchtigkeitsschäden, deutlich erkennbar an einem muffigen Geruch beim Öffnen der Küchenschränke. Allerdings wären auch hier größere Baumaßnahmen erforderlich, da der gut einen Meter hohe Hang aufgebaggert werden müsste, um das Mauerwerk gegen Feuchtigkeit abzudichten. Kleinigkeiten, wie Probleme mit der Toilettenspülung sollen schnell und unbürokratisch behoben werden.

Das Feuerwehrhaus in Brockensen zeigte sich noch mit im besten Zustand, jedenfalls in Bezug auf die Bausubstanz.

Was aber alle drei Feuerwehrhäuser betrifft, ist die Enge in der Fahrzeughalle, wo das Einsatzfahrzeug steht und die Einsatzkleidung der Brandschützer hängt. „Wir hier in Brockensen fahren bei einem Einsatz oder bei den Übungen zuerst unser Fahrzeug aus der Halle, damit wir uns dann ohne Gefahr umziehen können“, erklärt der stellvertretende Ortsbrandmeister Stefan Bös. Auch in Bessighausen ist dass der Fall. In Esperde nehmen Aktive ihre Einsatzkleidung sogar mit nach Hause. Auch, weil sie im Feuerwehrhaus nicht richtig trocknet, wie Ortsbrandmeister Meine erklärte. Ein Umstand, der gar nicht ginge, wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Kay Leinemann betonte, denn dann würden Schadstoffe von einem Einsatz in die eigenen Wände verschleppt. „Diese Mängel auch mit der Enge in den Fahrzeughäusern stellen wir immer wieder und schon seit Jahren fest. Sie sollten irgendwann behoben werden“, mahnte Leinemann an. Schließlich sei es laut Vorschriften nicht mehr erlaubt, wegen der Abgase Einsatzkleidung in der Fahrzeughalle aufzuhängen. Das, so erwiderte der Erste Gemeinderat Günzel, sei aber nur mit gravierenden Umbauten zu erreichen und dazu würden erhebliche Finanzmittel erforderlich sein, die Emmerthal nicht hat.

Börrys Ortsbürgermeister Rolf Keller (CDU) hatte bei der Rundfahrt auf die Wichtigkeit der kleinen Ortswehr hingewiesen und sich für deren Erhalt ausgesprochen. Für die großen Bauprobleme werde es keine schnelle Lösung geben, aber die Feuerwehrhäuser hätten ja wohl Bestandsschutz. Was die Einsatzkleidung betrifft, müsste versucht werden, sie umzuhängen. „Und die Angelegenheit mit der Schutzkleidung, die mit nach Hause genommen wird, dass sollte die Führung der Gemeindefeuerwehr mit der Ortswehr klären“, merkte Keller an.

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