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Es bröckelt, rostet und klemmt / Derzeit nur kleinere Reparaturen machbar

Feuerwehrhäuser in Börry und Hajen weisen viele Mängel auf

BÖRRY/HAJEN. Wie sieht es aus mit dem Zustand der Feuerwehrhäuser im Ilsetal? Darüber wollte sich der zuständige Ortsrat Börry mal einen Überblick verschaffen. Dabei zeigte sich, dass besonders die Feuerwehren in Börry und Hajen viele Mängel aufweisen.

veröffentlicht am 19.04.2017 um 15:13 Uhr

Beim Feuerwehrhaus in Börry zeigen sich Schäden am Außenputz (rechts Andreas Pede, links Rolf Keller). Foto: tis
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Friedrich-Wilhelm Thies Reporter
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Der Bau neuer Feuerwehrhäuser in der Gemeinde Emmerthal ist derzeit nämlich nicht geplant. Wenn überhaupt, dürfte das Thema auch erst zur Diskussion anstehen nach Vorstellung, Beratung und Verabschiedung des Feuerwehr-Bedarfsplans durch die Politik. Auch größere Baumaßnahmen fallen deshalb laut Andreas Pede, zuständig für die Bauunterhaltung in Emmerthal, darunter. Machbar sind daher nur kleinere Reparaturen oder Sanierungsmaßnahmen.

In einer ersten Runde standen die Feuerwehrhäuser im westlichen Ilsetal auf der Liste mit Anfang bei der Feuerwehr Börry. Hier hat am älteren Gebäudeteil aus den 50er Jahren nicht nur der Zahn der Zeit, sondern insbesondere der Rostfraß genagt. Am Metalltor des Einstellplatzes für den Mannschaftstransporter ist eine Führung ausgerissen und das schwere Flügeltor wird nur noch seitlich gehalten. Eine dringende Reparatur sei angeraten, so Ortsbrandmeister Frank Steinbrück. Neben den engen Verhältnissen im Innern gibt es in dem Gebäude auch Probleme mit der Elektrik. Bei der neueren Fahrzeughalle mit dem Unterrichtsraum im Dachgeschoss, die Ende der 70er Jahre entstand, sind Schäden schon von außen zu erkennen, nämlich in Form von großflächig abgeplatzten Putz. Innen macht die Abgas-Absauganlage Sorgen, die die Dieselabgase über ein Kunststoffrohr nach draußen ins Freie führt und das im Dachbereich undicht sein soll.

Ortsbrandmeister Steinbrück wies aber auch auf den Fußboden hin: „Hier müsste mal geschaut werden, ob er noch eine genügende Rutschfestigkeit aufweist.“ Ein neuer Fußboden aber, so Andreas Pede, sei eine der Maßnahmen, die kostenintensiv und daher derzeit nicht so einfach umzusetzen seien. Das gilt auch für eine alte Bruchsteinmauer, die Parkplätze neben dem Feuerwehrhaus gegen einen Hang schützt. Doch dort kommt es jetzt schon vor, dass Erdreich auf die Parkplätze gespült wird. Eine Sanierung wäre aber auch hier teuer.

Für das hakelige Tor In der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses in Hajen gibt es keine Ersatzteile mehr. Foto: tis
  • Für das hakelige Tor In der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses in Hajen gibt es keine Ersatzteile mehr. Foto: tis

Und noch etwas hatte Frank Steinbrück auf dem Herzen: „Wir haben derzeit acht Feuerwehrfrauen in unseren Reihen, die sich mit den Männern in der Fahrzeughalle umziehen müssen. Wäre schön, wenn wir das mal ändern könnten.“ Eine Überlegung war, die Feuerwehrfrauen könnten als Umkleide den Raum nutzen, wo jetzt die Kleiderkammer der Emmerthaler Feuerwehren untergebracht ist. „Das müssten aber erst mal die Feuerwehen unter sich in einer der nächsten Dienstbesprechungen klären, ob es vielleicht irgendwo in der Gemeinde andere Räumlichkeiten für die Kleiderkammer gibt“, betonte Börrys Ortsbürgermeister Rolf Keller (CDU).

Beim Feuerwehrhaus Hajen machte Ortsbrandmeister Bernd Siever zunächst auf den nicht mehr zu benutzenden Ölabscheider auf dem Gelände aufmerksam, der eigentlich schon lange hätte ausgebaut sein sollen. Hier verwies Andreas Pede darauf, dass man erst einmal ermitteln müsste, welche Abwasserleitungen dort überhaupt angeschlossen sind. Der Erste Gemeinderat Elmar Günzel merkte noch an, dass bereits zweimal Haushaltsmittel für den Rückbau eingestellt worden seien, dies aus Personalmangel im Rathaus aber nicht umgesetzt werden konnte. Worauf sich aus aktuellem Anlass gleich eine kleine Diskussion um die Stellenbesetzung im Rathaus anschloss. „Diese Maßnahme hat aber im Moment nicht die Priorität, zumal der Ölabscheider nicht groß stört“, stellte Günzel fest.

Stolperstellen im Übergang von der Außenpflasterung zur Fahrzeughalle oder ein fehlender Zaun zum Nachbargrundstück sprach Bernd Siever weiter an. „Beim Zaun sollte aber zunächst einmal festgestellt werden, wer überhaupt für ein Aufstellen zuständig ist“, regte Reinhard Feyer (SPD) an, nachdem das Thema angesprochen wurde. Zustimmung gab es zu dem Wunsch der Feuerwehr Hajen, im hinteren Bereich einen Carport in Eigenleistung zu errichten, um dort einen Feuerwehr-Anhänger unterstellen. Voraussetzung natürlich, der Landkreis erteilt die nötige Baugenehmigung. Im Gebäudeinneren gibt es kleine Probleme mit den Sanitäranlagen, die aber schnell behoben werden sollen. Da ein großes Fenster mit Glasbausteinen in der Fahrzeughalle viele kaputte Steine aufweist, soll diese eventuell durch ein normales, allerdings nicht zu öffnendes Fenster ersetzt werden. Schwieriger wird es bei einem hakeligen Hallentor, für das es auf Grund des Alters keine Ersatzteile mehr gibt. Ortsbürgermeister Keller fasst abschließend zusammen, dass kleine Reparaturen so schnell möglich umgesetzt werden sollten: „Und für größere Maßnahmen müssen wir die Ergebnisse des Feuerwehr-Bedarfsplans abwarten.“ Die zweite Runde der Besichtigungen der Feuerwehrhäuser im östlichen Ilsetal soll vor der nächsten Ortsratssitzung nach den Sommerferien erfolgen.

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