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Premiere mit Talkin Wire / Sonntag Festumzug

Feuerwehrfest in Esperde ist Kult

ESPERDE. Ausnahmezustand in Esperde, so könnte man die Stimmung in dem rund 350 Einwohner zählenden Ort der Gemeinde Emmerthal bezeichnen, wenn alle fünf Jahre das Jubiläum der Feuerwehr ansteht.

veröffentlicht am 27.05.2018 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 28.05.2018 um 10:35 Uhr

Premiere: Zum ersten Mal bringt die Band Talkin Wire Partystimmung ins Esperder Festzelt. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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An diesem Wochenende war es wieder soweit: Die Festwiese am Ortsrand verwandelte sich in einen großen Rummelplatz mit Autoskooter, Kinderkarussell, Schießbube und was sonst noch so zu einem traditionellen Volksfest dazugehört, am Freitag zog der kleine und am Sonntag folgt noch der große Festumzug durchs Dorf und zur Katervesper am Sonntagabend soll es eine Hochzeitssuppe vorneweg geben – so wie schon immer seit 125 Jahren. „Das muss einfach sein und an dieser Tradition halten wir fest, auch wenn sich der Veranstaltungswirt anfangs schon ein bisschen gewundert hat“, räumt Ortsbrandmeister Tobias Meine ein.
Dass dieses Traditionsbewusstsein auch über die Ortsgrenzen hinweg gut ankommt, wird anhand der großen Besucherzahlen und den positiven Rückmeldungen deutlich. „Das ganze Dorf und noch viel mehr sind auf den Beinen, das ist richtig schön!“, bestätigen Elisabeth Menzi aus Esperde und ihre Bekannte Margot Wannemüller, die extra aus dem westfälischen Hamm angereist ist. Die Damen haben nach dem Freitagsmarsch durchs Dorf kurzerhand ihre mitgebrachten Klapphocker in geselliger Runde ihres Treckerclubs mitten auf dem Festplatz aufgebaut und feiern in die laue Sommernacht hinein. Während der kleine Festumzug am Freitag ohne den aufgelösten DRK-Ortsverein durch das Dorf marschierte, kündigten geschäftige Vorbereitungen im Festzelt bereits eine Premiere an.
Wo auf der einen Seite etwas zu Ende geht, findet auf der anderen Neues seinen Weg ins Festprogramm. Noch nie zuvor war die Band Talkin Wire im Esperder Festzelt aufgetreten und das, obwohl Schlagzeuger Kai Papenfuß quasi in unmittelbarer Nachbarschaft zum Festplatz zuhause ist. „Bei Gunnar und Ewa haben wir bereits vor ein paar Jahren den Saal der „Alte Post“ zum Beben gebracht“, erinnern sich die fünf Musiker und wie aufs Stichwort unterziehen auch die rund 200 Fans im Festzelt den Bohlenboden einem Belastungstest auf seine Feier- und Tanztauglichkeit. Der berühmte Funke zum Publikum war schon beim ersten Lied übergesprungen und hatte zahlreiche Besucher schnell vom Festplatz ins Zelt gelockt. Dann allerdings war es erst einmal der recht spärlich bemessenen Stromzufuhr geschuldet, dass kurzfristig Funkstille im Zelt herrschte und die Lichter an den Buden erloschen. Doch Routiniers wie Mirko, Bocky, Marc, Kai und Jörg bringt so ein kleiner Stromausfall nicht aus der Ruhe. Also ging es erst einmal unplugged musikalisch weiter im Programm, bis der Saft wieder floss. „Strom wird einfach ein zu hoher Stellenwert beigemessen“, zeigten sich die vier Esperder Ralf, Volker, Vera und Lisa von der Spontanität und Professionalität der Band beeindruckt und genossen den Abend auf dem Festzelt in vollen Zügen.
Währenddessen vertiefte die U18-Generation ihre Elektroauto-Fahrpraxis – übrigens ohne Energieengpässe, denn der Autoscooten hatte seine eigene Stromversorgung mitgebracht. Zu diesem Zeitpunkt hatte die zehnjährige Greta gemeinsam mit ihrer Oma und ihrem neuen Einhorn längst den Heimweg angetreten. 45 Plastiksterne galt es im Vorfeld für ihren Onkel an der Schießbude zu treffen, bevor Gretas Wunsch nach dem weiß-pinken Kultstofftier in Erfüllung gehen konnte. „Punkteschießen liegt heute im Trend“, berichtet Jürgen Madaus, der seine Schießbude bereits eine gefühlte Ewigkeit betreibt. Der Vorteil für die Rosen, die früher die erste Wahl bei den Volksfestbesuchern waren: Sie bleiben von den Kugeln der nicht so Treffsicheren verschont.
Auch das Angebot der übrigen Schausteller hatte offenbar eine magische Anziehungskraft, sodass es auch auf dem Platz vor dem Festzelt bei lauen Abendtemperaturen bis spät in die Nacht hinein rappelvoll war.

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Auch die benachbarten Feuerwehren feiern mit. Foto: sbr


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