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Gemeinsamer Standort – Widerstand gegen Pläne der Politiker

Feuerwehren schlagen Alarm

EMMERTHAL. Politik und Verwaltung in Emmerthal schlägt die geballte Empörung der Brandschützer entgegen. Die Feuerwehren Welsede und Hämelschenburg wehren sich gegen die Planungen, zusammen mit Amelgatzen bei Erhalt der Eigenständigkeit ein gemeinsames und neues Gerätehaus zu bekommen. „Es wurde suggeriert, die Ortswehren seien mit einem gemeinsamen Feuerwehrhaus für drei eigenständige Wehren einverstanden“, heißt es in einer Stellungnahme der beiden Kommandos. „Das ist falsch.“

veröffentlicht am 18.09.2018 um 16:37 Uhr
aktualisiert am 18.09.2018 um 19:42 Uhr

Umstritten sind die Pläne für die Feuerwehren in der Ortschaft Amelgatzen. Foto: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Bei einer gemeinsamen Sitzung sprachen sich die Brandschützer der Ortswehren Welsede und Hämelschenburg einstimmig gegen den politischen Beschluss aus, Gelder für die Planung des Neubaus in Amelgatzen bereitzustellen. Ultimativ heißt es in einem Schreiben an Politiker und Verwaltung: Der Vorschlag „wird von den insgesamt ca. 40 Mitgliedern der beiden Einsatzabteilungen nicht mitgetragen. Bei seiner Umsetzung droht deren Austritt aus der Feuerwehr.“

Das Schreiben ist von den beiden Ortsbrandmeistern Ludolf von Klencke und Dennis Below sowie ihren Stellvertretern Marvin Schwiegmann und Frank Ihme unterzeichnet. Sie fordern, von der Planung eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für drei eigenständige Wehren Abstand zu nehmen und stattdessen die Planung auf den Erhalt aller drei Ortswehren am eigenen Standort zu richten.

Der zuständige Ausschuss des Rates hatte in der vergangenen Woche beschlossen, Gelder für die weitere Planung bereitzustellen. Wie nun aber deutlich wird aus den Papieren der beiden Wehren, hatten sie zuvor eindringlich gebeten, diesen Beschluss zu verschieben. Die Kommandos seien erst drei Tage zuvor über den jüngsten Planungsstand unterrichtet worden, heißt es in einem weiteren Schreiben, bei dem die Ortsbrandmeister darauf verweisen, wie wichtig es sei, bei den Mitgliedern Überzeugungsarbeit notwendig sei. „Nachdem monatelang keinerlei Informationen oder Mitteilungen über Planungsfortschritte an die Ortsfeuerwehren ergingen, sind wir von dem nun an den Tag gelegten schnellen Zeitplan mehr als überrascht.“

Ursprünglich hätten sich die Mitglieder der Einsatzabteilungen aus Hämelschenburg und Welsede für den Erhalt als eigenständige Wehren am eigenen Standort in den jeweiligen Dörfern ausgesprochen. Die beiden Ortswehren erinnern aber an ihre bereits zu Jahresbeginn bekundete Bereitschaft für den Fall der Fälle, dann an „einer einsatztaktisch sinnvollen Lösung mitzuarbeiten“. Sie hätte vorgesehen, die drei bestehenden Ortswehren aufzulösen und unter neutralem Namen eine neue Stützpunktwehr West an einem nördlichen Standort in Amelgatzen zu gründen. Die Zusammenfassung der Einsatzkräfte aller drei Ortwehren würde sich dann etwa positiv auf die Ausrückzeiten auswirken, da die ersteintreffenden Kräfte gemeinsam das erste Fahrzeug besetzen könnten, was bei organisatorisch getrennten Wehren nicht möglich ist. Dieser Vorschlag werde aber vom Kommando aus Amelgatzen nicht mitgetragen. „Da keine Einigkeit über eine gemeinsame Lösung besteht, sind die Ortswehren Hämelschenburg und Welsede nicht mehr bereit, an einer solchen mitzuwirken“, heißt es in der Stellungnahme.

Laut diesem Schreiben waren für den gemeinsamen Neubau des Gerätehauses 3,5 Millionen Euro kalkuliert. Gutachter hatten zum Jahreswechsel für das Gebäude nur für die Amelgatzer Brandschützer Kosten von rund 1,1 bis 1,3 Millionen Euro geschätzt. Für Welsede und Hämelschenburg seien keine Kosten ermittelt worden, kritisieren deren Kommandos. Der Rat befasst sich am 27. September mit der Beschlussvorlage der Verwaltung.



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