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Emmerthals Einsatzkräfte ziehen Bilanz 2013 / Gemeinde kann nicht alle Investitionen finanzieren

Feuerwehren rücken zu 32 Bränden aus

Emmerthal. Die Gemeindefeuerwehr Emmerthal hat im vergangenen Jahr bis Mitte Dezember 32 Brand- und 49 Hilfeleistungseinsätze verzeichnet. Hinzu kommen vier Fehleinsätze und sechs Meldungen von Brandmeldeanlagen. Diese Zahlen nannte Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Brockmann. Anlass war der Jahresabschluss der Gemeindefeuerwehr, an dem neben deren Funktionsträgern traditionell die Verwaltungsspitze, der Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke und sein Stellvertreter Frank Müller, der Leiter der Polizeistation Emmerthal, Ralf Budde, sowie die Ortsbrandmeister und deren Stellvertreter teilnehmen.

veröffentlicht am 07.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

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Als besonderen Einsatz bezeichnete Brockmann den Brand im Januar 2013 in Esperde, bei dem das Löschwasser aufgrund der tiefen Temperaturen gefror. Daneben beschäftigte die Serie der Brandstiftungen die Gemeindefeuerwehr, bei der ein Vereinsheim, eine Scheune, ein Transporter und eine Strohmiete vernichtet wurden. Für Einsätze überarbeitete die Gemeindefeuerwehr die Alarm- und Ausrückeordnung nach den neuen Mindestanforderungen und der Tagesverfügbarkeit der Feuerwehrleute. Um die Einsatzbereitschaft zu festigen, veranstaltete die Gemeindefeuerwehr eine Übung auf der Weser gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk sowie eine Großübung in Brockensen.

Gemeindebrandmeister Brockmann erinnerte daran, dass die Stützpunktwehr Amelgatzen eine neue Tragkraftspritze (TS) erhielt und die Schwerpunktwehr Kirchohsen ihr neues Löschgruppenfahrzeug 20 übernahm. Für dieses Jahr kündigte Brockmann an, dass die Ortswehr Frenke ein Tragkraftspritzenfahrzeug S mit zusätzlichem Stauraum für Schläuche erhalten wird. Außerdem werden für die Wehren Hajen und Bessinghausen jeweils neue TS sowie für die Stützpunktwehr Grohnde ein neues Stromaggregat beschafft.

Das Gemeindekommando stimmte der von den Jugendwarten gewählten Gemeindejugendwartin Tanja Gesemann und ihrem Stellvertreter Michael Philipp zu. Vom Gemeindekommando wurde die stellvertretende Gemeindejugendwartin Julia Piehl verabschiedet. Der Gemeindeatemschutzbeauftragte Antonio Rohde berichtete, dass in Emmerthal derzeit 101 Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen. Nach Angaben von Gemeindestabführer Bernd Brinkmann gibt es 56 Instrumentalisten in den drei Musikzügen Grohnde, Hajen und Welsede – damit gehe die Zahl der Aktiven zurück. Ludolf von Klencke, Gemeindeausbildungsleiter, vermeldete, dass 13 Feuerwehrleute an der Prüfung zum Truppmann Teil I und elf an der Prüfung zum Teil II teilgenommen haben. 28 Lehrgänge seien an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle absolviert worden. In diesem Jahr stehe die Fortbildung im Digitalfunk, die an fünf Terminen stattfinden soll, im Mittelpunkt.

Bürgermeister Andreas Grossmann äußerte die Hoffnung, dass das Thema Brandstiftungen zu einem positiven Abschluss komme. Im Bezug auf die Finanzen machte er deutlich, dass nicht alle beantragten Investitionen genehmigt wurden. Dazu müsse die Gemeinde die „Unabweisbarkeit“ nachweisen, was „eine sehr hohe Hürde darstellt“, sagte der Bürgermeister. Rolf Keller, Vorsitzender des Ausschusses Ordnung, Liegenschaften, Brandschutz und Bauen, unterstrich die Einigkeit mit dem Bürgermeister mit Blick auf die Feuerwehr. So müssen die Anschaffungen haushaltstechnisch abgesichert sein, wie Keller betonte.

Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke begrüßte den Personalwechsel bei großen Einsätzen. Zum neuen Rüstwagen des Landkreises sagte Wöbbecke, dass das Fahrgestell feststehe und die europaweite Ausschreibung erfolgen werde. Jedoch sei das Fahrzeug nicht vor 2015 fertig, eher 2016, dämpfte der Kreisbrandmeister die Hoffnungen. Ralf Budde, Leiter der Polizeistation, äußerte die Bitte an die Feuerwehrleute, ihre Fahrzeuge nicht direkt an den Unfallstellen abzustellen, um Platz zu lassen und um mögliche Spuren nicht zu vernichten. Budde appellierte an alle Einsatzkräfte, das Persönlichkeitsrecht der Unfallbeteiligten und Verletzten zu wahren – er bat deshalb darum, diskret mit Bildern im sozialen Netzwerk umzugehen. ubo

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