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Jörg Matusczyk erobert mit Takin Wire Aerzen und alte Bekannte im Sturm

Fast ein Heimspiel: Keyboarder ist überzeugter Groß Berkler

veröffentlicht am 13.08.2018 um 10:04 Uhr

Talkin Wire eroberte die Herzen des Aerzener Publikums beim ausverkauften Open Air-Konzert im Domänenburg-Innenhof im Sturm. Fotos(2): sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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AERZEN. Man mag es kaum glauben, aber auf dem Konzertlocation-Atlas von Talkin Wire gibt es tatsächlich noch sogenannte weiße Flecken - Bühnen, die die fünf heimischen Musiker noch nicht gerockt haben. Und was noch viel unglaublicher erscheint: Aerzener mit seiner Veranstaltungsreihe „Kultur in der Domänenburg“ gehörte bis zum vergangenen Wochenende auch dazu! Und dass, obwohl Keyboarder Jörg Matusczyk aus der Gemeinde stammt. „Er hat eine Aerzener Vorwahl“, frotzelt Frontmann Mirko Wiemann freundschaftlich mit seinem Keyboarder, der das prompt mit einer nett gemeinten Grimasse quittiert.

Dazu muss man wissen: Jörg ist waschechter Groß Berkler – lediglich in Hameln geboren, aber ansonsten aufgewachsen und wohnhaft schon immer im Hummedorf. Wahrscheinlich würde er sich nie als Aerzener, sondern immer als Groß Berkler bezeichnen, denn darauf ist er richtig stolz. Das eine oder andere eingeblendete Foto zum Talkin Wire-Titel „Childhood Tales“ verriet allerdings, dass Jörg als einziges Bandmitglied sehr wohl über Aerzener Bühnenerfahrung verfügt: Einen seiner ersten eigenen Band-Auftritte hatte er nur einen Steinwurf von der Domänenburg entfernt im Saal der evangelischen Kirchengemeinde.

Und an diesen Auftritt kann sich einer im Publikum des restlos ausverkauften Openair-Konzertes noch ganz genau erinnern: Martin Weber. Der Aerzener hat damals selber mit auf der Bühne gestanden und teilt sich bis heute mit Jörg ab und an das Rampenlicht! Erinnerungen an die Schulzeit wurden bei Mirko wach, als der Frontmann seinen Blick übers Publikum schweifen ließ und in der ausgelassen feiernden Menge im Burginnenhof seinen ehemaligen Englischlehrer Hartmut Unsöld erblickte. Die Verbindung zu seinen ehemaligen Schülern – Bocky und Kay haben auch bei ihm die Schulbank gedrückt – sei nie abgerissen, und er verfolgt ihre Musiker-Karrieren über die Jahre hinweg immer mit viel Interesse, berichtet der ehemalige Lehrer, der an der Hamelner Wilhelm-Raabe-Schule unterrichtete.

Talkin Wire-Frontmann Mirko Wiemann.
  • Talkin Wire-Frontmann Mirko Wiemann.

Der Konzertbesuch in Aerzen ist übrigens nicht sein erster, im Gegensatz zu Martine Nestroy. Gemeinsam mit einigen befreundeten Ehepaaren sind sie und ihr Mann Herbert zum ersten, aber bestimmt nicht letzten Mal auf einem Takin Wire-Konzert. „Gerne nächstes Jahr wieder!“, so ihr begeistertes Urteil.

Und auch den Bandmitgliedern hat das „Heimspiel“ offensichtlich richtig viel Spaß gemacht. „Das war bestimmt nicht der letzte Auftritt in Aerzen“, versprach Jörg stellvertretend für seine Freunde nach zweieinhalb Stunden mitreißender Musik aus fast drei Jahrzehnten Bandgeschichte. Und dann gibt es da noch eine Verbindung zwischen einem Aerzener, beziehungsweise einem mit ebenfalls Aerzener Vorwahl, und Michael Bock, Jörg Matusczyk, Kai Papenfuß, Marc Schwekendiek, und Mirko Wiemann: Der Talkin Wire-Titel „Crazy“ stammt aus der Feder des Gellersers „Matze“ Frensel, der ebenfalls von Mirko im Publikum ausgemacht wurde. So ein Sommer-Open Air hat durchaus Vorteile: Die Bandmitglieder können ihr Publikum auch mal sehen und spielen nicht aufgrund der ausgeklügelten Licht-Show vor einer „schwarzen Wand“, wie der Frontmann begeistert feststellt.

Am Ende wurde in Aerzen auch noch das am besten gehütete Talkin Wire-Geheimnis der letzten Monate gelüftet: Die Band stimmt am kommenden Samstag auf die legendäre Show von ABBAfever in Emmerthal ein!



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