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Grundschule will Betreuungskonzept erarbeiten / Fast 800 000 Euro Zuschuss für Kindergarten-Neubau

„Familien wünschen sich mehr Flexibilität“

GROSS BERKEL. Die Leitung der Grundschule Groß Berkel erarbeitet bis zu den Sommerferien ein Grobkonzept, das mit der künftigen Entwicklung auch die geplanten Umbauten einschließt. Das hat Michael Schlie (SPD) von der Mehrheitsgruppe im Rat angekündigt.

veröffentlicht am 03.04.2017 um 17:54 Uhr

Schule Groß Berkel, Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Bei dem Treffen mit der Schulleitung seien auch Missverständnisse ausgeräumt worden, die in Zusammenhang mit einem Antrag von SPD, Grünen und Linke gestanden hätten.

Bei dem mehrheitlich vom Rat beschlossenen Antrag geht es um Konzepte, wie die derzeitige offene Nachmittagsbetreuung zunächst in eine teilgebundene und später in eine gebundene Ganztagsschule weiterentwickelt werden kann. Bekanntlich soll der Kindergarten nahe der Kirche künftig in einem Neubau auf dem Schulgelände untergebracht werden. Im Haushalt sind dafür Kosten von 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Aus Geldern der Städtebauförderung erhält die Gemeinde knapp 800 000 Euro für diese Investitionen. Das gab Bürgermeister Bernhard Wagner im Rat bekannt. „Damit haben wir Pflöcke gesetzt“, sagte er.

„Wir setzen auf einen zügigen Ausbau der Ganztagsbetreuung im Kindergarten mit einem deutlich höheren Maß an Flexibilität bei den Betreuungszeiten“, heißt es im Antrag. „Familien, die damit gute Erfahrungen gemacht haben, werden auch in der Grundschule zunehmend pädagogisch wertvolle Ganztagsversorgung erwarten.“ Dadurch, dass Schule und Kindergarten in Groß Berkel als ein Standort zusammengefasst werden, „können sich auch gerade in der Ganztagsbetreuung gute Synergieeffekte ergeben“, heißt es von der Mehrheitsgruppe weiter.

Für den Großteil der CDU sagte der Groß Berkeler Ratsherr Friedel-Curt Redeker, sich den Zielen anzuschließen, bat aber darum, die Eltern mit in die konzeptionellen Planungen einzubeziehen. Andreas Breitkopf als Mitglied der Fraktion befürchtet allerdings einen „riesigen Zeitaufwand, der den Bau behindern könnte“. Diese Sorge wies Schlie hingegen zurück. Schon vor zwei, drei Jahren habe es einen ähnlichen Antrag gegeben, der von der Schule nicht ernstgenommen worden sei. Die Situation habe sich aber geändert. „Einen Verzug wird es nicht geben“, sagte Schlie. Auch Frank Pook (Linke) hält das Konzept für die weiteren – auch räumlichen – Planungen für wichtig. „Es gäbe nichts Schlimmeres, wenn wir jetzt bauen und in drei, vier Jahren wieder die Bagger anrücken.“

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