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EU-Parlamentspräsident zu Gast in Aerzen

Aerzen (cb). Wenig Parteipolitisches, dafür zwischendurch Persönliches, aber immer beseelt von einem Gedanken – dass die europäische Idee die richtige ist: Mit Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering besuchte gestern der Präsident des Europäischen Parlaments Aerzen. Ob beim Rundgang in der Aerzener Maschinenfabrik oder beim Empfang in der Domänenburg: Pöttering, der seit der ersten Direktwahl im Jahre 1979 dem Europäischen Parlament angehört, sieht bei beiden Gelegenheiten enge Bezüge zu Brüssel und Straßburg.

veröffentlicht am 13.05.2009 um 20:50 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:21 Uhr

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Aerzen (cb). Wenig Parteipolitisches, dafür zwischendurch Persönliches, aber immer beseelt von einem Gedanken – dass die europäische Idee die richtige ist: Mit Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering besuchte gestern der Präsident des Europäischen Parlaments Aerzen. Ob beim Rundgang in der Aerzener Maschinenfabrik oder beim Empfang in der Domänenburg: Pöttering sieht bei beiden Gelegenheiten enge Bezüge zu Brüssel und Straßburg. „Europa beginnt da, wo wir zuhause sind“, beschwört er fast.
 Wahlkampf in eigener Sache will der 63-Jährige, gebürtig aus dem niedersächsischen Bersenbrück, offenbar vermeiden. Für Europa werben – das ist die Botschaft, für die Pöttering sich immer wieder stark macht. Einige Argumente findet er in der Aerzener Maschinenfabrik.
„Da schließt sich der Kreis“, betont der Präsident nach den Gesprächen mit Klaus-Hasso Heller, Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens. Heller hält es für positiv, wenn der Präsident sich für die Wünsche und Probleme des Maschinenbauers interessiert. „Es ist gut zu wissen, dass er das mit nach Brüssel nimmt“, meint Heller, der über das starke Wachstum der Vorjahre, die erheblichen Investitionen, aber auch über die aktuellen Folgen der Weltwirtschaftskrise für das Unternehmen berichtet, denen ab Juni mit Kurzarbeit begegnet werden solle. „Trotz der Rezession blicken wir relativ optimistisch in die Zukunft“, sagt Heller.
 Zwei Punkte sind es, die besonders Pöttering aufhorchen lassen. Die Hälfte der Exporte geht in die Länder der EU, die meisten Geschäfte würden in Euro abgewickelt, wie der Präsident von Heller erfahren hat. „Der Euro ist für uns ein Segen“, so Pöttering. Und mahnt angesichts der derzeitigen weltweiten Krise: „Wenn wir den Euro nicht hätten, stattdessen ein Auf und Ab der verschiedenen Währungen, gäbe es heute noch mehr Schwierigkeiten.“ Dass die Aerzener Maschinenfabrik besonders für die Umwelttechnik produziere und bei den Anlagen immer mehr auf bessere Energieeffizienz setze, ist für ihn ein „weiterer Kreis, der sich schließt“, wiederholt er. „Die Umwelttechnik kann eine Wachstumsbranche sein“, erinnert er daran, dass das Europäische Parlament mit dem Klima- und Energiepaket ein wichtiges Gesetzespaket verabschiedet hat.



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