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Emmerthals Politiker machen sich bei Landesregierung für Polizei stark

Es soll wieder sein, wie es war

EMMERTHAL. Emmerthals Politiker wollen es nicht sang und klanglos hinnehmen, dass die Polizeipräsenz in der Gemeinde runtergeschraubt worden ist. Auch, wenn es Zweifel daran gibt, dass die Resolution etwas bewirken wird, haben sich die Ratsmitglieder einstimmig dafür entschieden.

veröffentlicht am 21.06.2016 um 18:44 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:45 Uhr

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Autor:

von Maike Lina Schaper
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In der Resolution fordern sie die Landesregierung dazu auf, die dünne Personaldecke der Polizei, mit ihrem stetig steigenden Arbeitsdruck, zu verbessern. „Ich halte es für unmöglich, dass die Polizei 45 Minuten braucht, bis sie kommt. Kann da nicht etwas gegen getan werden?“, fragt eine Einwohnerin zu beginn der Ratssitzung und äußert damit Bedenken, die viele Emmerthaler zu teilen scheinen. Seit dem 1. Juni ist die statistisch sicherste Gemeinde im Kreis statt von 7 bis 20 Uhr noch von 7 bis 15.30 Uhr besetzt, an zwei Tagen wöchentlich in Absprache mit dem Rathaus bis 18 Uhr. Statt fünf arbeiten dort jetzt drei Beamte. Außerhalb der Dienstzeiten soll das schnellste verfügbare Einsatzfahrzeug aus Hameln oder Bodenwerder geschickt werden. Da letztere Dienststelle bald rund um die Uhr besetzt sein soll, könnten einige Dörfer etwa im Ilsetal sogar schneller erreicht werden.

Doch im Rat hört man weiter gegenteilige Bedenken: „Gleich am ersten Tag der neuen Regelung gab es einen Unfall und gleich da hat es lange gedauert, bis die Polizei kam“, sagt Rolf Keller. Es sei also bisher zu keiner Verbesserung der Anreisezeit gekommen, so wie es die Polizei im Vorfeld versprochen habe. Der CDU-Ratsherr hat die Resolution für die Emmerthaler Polizeipräsenz zusammen mit seiner Partei auf den Weg gebracht. In der Begründung dafür heißt es, dass die vorherige Regelung der Polizeiarbeit sich bewährt habe, die Bewohner sich sicher fühlten und eine verringerte Personalstärke dies nur ändern könne. In seiner Wortmeldung wird Keller genauer: „Dies könnte ein Einstieg in den Ausstieg sein. Wenn Emmerthal die sicherste Gemeinde ist, wie die Polizei sagt, wieso bleibt es dann nicht so?“

Ruth Leunig (SPD) sieht das Problem nicht so wie Keller. Sie ist hauptsächlich um die Arbeitsbelastung der Polizisten besorgt. Zu den kritisierten langen Wartezeiten auf die Polizei argumentiert Leunig, dass es schon vorher Unfälle gegeben habe, bei denen man lange auf die Polizei habe warten müssen. „Wir müssen dem Zeit geben, um zu sehen, wie es sich entwickelt“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende.

Thomas Jügens von den Grünen äußert Zweifel für seine Partei, dass die Resolution auf offene Ohren in der Landeshauptstadt trifft.



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