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Umweltminister macht Druck: Atomkraftwerk Grohnde hat 23 von 28 empfohlenen Maßnahmen umgesetzt

„Es geht um maximale Sicherheit“

Grohnde. Die Überprüfung der niedersächsischen Atomkraftwerke nach dem Atomunfall in Fukushima kommt offenbar voran. Das geht aus einem Zwischenbericht des Landesministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz hervor. Im Atomkraftwerk Grohnde seien bereits 23 von 28 empfohlenen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit umgesetzt worden, im Atomkraftwerk Emsland 16 von 20. Grohnde soll im Jahr 2021 stillgelegt werden, das Atomkraftwerk Emsland als letzter Atomreaktor in Niedersachsen ein Jahr später.

veröffentlicht am 28.03.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Zu den Maßnahmen, die noch umgesetzt werden sollen, gehören laut Ministerium beispielsweise die Überprüfung und gegebenenfalls Optimierung der Anforderungen an das System der Druckentlastung des Sicherheitsbehälters bei einem plötzlichen Stromausfall (Grohnde und Emsland), aber auch konkrete Maßnahmen wie die Schaffung zusätzlicher Einspeisepunkte für zusätzlich beschaffte Notstromaggregate in Grohnde.

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hat zusätzlich zu den national und international geforderten Prüfungen eine unabhängige Sicherheitsüberprüfung eingeleitet. In der Folge sind auch weitere Fachgespräche mit Experten geplant. „Für uns steht der Schutz der Bevölkerung an erster Stelle“, betont Wenzel. „Wir treten jetzt in eine schwierige Phase ein, weil die Atomkraftwerke an das Ende ihrer Laufzeit kommen, aber bis zum allerletzten Tag die maximale Sicherheit des Betriebes gewährleistet werden muss.“

Anfang Januar hatte das Umweltministerium in einem ersten Fachgespräch unter Beteiligung von Vertretern der Betreiberfirmen und Bürgerinitiativen öffentlich den Status der Sicherheitsüberprüfungen laufender Atomkraftwerke in Niedersachsen erörtert. Antworten auf daraus resultierende Fragen sind jetzt ebenso im Zwischenbericht des Ministeriums enthalten wie die Antworten auf eine 30-Punkte-Liste, die die Bürgergruppe Grohnde im vergangenen Jahr an Minister Wenzel übergeben hat.

Internet: Näheres dazu und alle anderen genannten Veröffentlichungen finden sich unter www.umwelt.niedersachsen.de/ aktuelles/AKW-Sicherheit-123264.html

In Zusammenarbeit mit dem Landesinnenministerium überarbeitet das Umweltministerium derzeit die Vorkehrungen für den Katastrophenschutz. Bei meldepflichtigen Ereignissen soll nunmehr eine externe Begutachtung übergreifender Aspekte der Ursachen und möglicher Konsequenzen vorgenommen werden. Die aus der umfassenden Sicherheitsüberprüfung vorgezogene kritische Überprüfung des Einsatzes von sogenannten Mox-Brennelementen sei aufgrund der detaillierten Fachvorträge im Januar abgeschlossen worden. Das Ergebnis: Der Einsatz von Mox-Brennelementen soll beendet werden. Atomkraftgegner gehen davon aus, dass von Mox-Brennelementen eine besonders hohe Strahlung ausgeht. Als nächsten Schritt der Atomaufsicht kündigt Wenzel für den Herbst ein weiteres Fachgespräch mit Experten, Betreibern und Bürgerinitiativen zum Thema Hochwasserschutz an. Dann soll auch die Struktur für die weiteren Prüfungen im Rahmen des Programms „Umfassende Sicherheitsüberprüfung“ vorgestellt werden.

Im Fokus: das Atomkraftwerk Grohnde. Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums sind noch fünf Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit umzusetzen.dpa



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