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Tourismusförderung: Wie Aerzen in Kooperation mit drei Kommunen künftig vermarktet wird

Erste große Schritte und weiterer Meilenstein

Aerzen (cb). Von einer guten Integration der Aerzener Hotels, Gastronomie und Anbieter von Pensionen und Ferienhäusern spricht Tourismusmanager Matthias Gräbner. Unter seiner Regie wurden die touristischen Angebote im Bereich der Gemeinde eingebunden in das „Touristikzentrum westliches Weserbergland“, an dem sich neben Aerzen die Städte Rinteln und Hessisch Oldendorf, die schon eine längere Zusammenarbeit vorweisen können, und die Gemeinde Auetal beteiligen. „Auch in Aerzen ist die Einstellung vorhanden, nur gemeinsam etwas erreichen zu können“, sagt Gräbner. Von „einem großen Schritt“ spricht Bürgermeister Bernhard Wagner unter Hinweis auf den Zweckverband, den Politik und Verwaltung mit vorangetrieben haben mit dem Ziel, die Voraussetzungen für den Tourismus in Aerzen zu verbessern. „Ich glaube, dass unsere Betriebe davon profitieren werden“, sieht Wagner eine Wirtschaftsförderung, die Arbeitsplätze sichere.

veröffentlicht am 27.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:21 Uhr

„Purer Naturgenuss“ – mit diesem Begriff wirbt der Tourismusverband um Urlaubsgäste für die Region. Außerdem w
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Fast alle Aerzener Anbieter listet das Reisejournal für 2011 auf, mit dem der Verband auf Messen und Veranstaltungen auf die vier Kommunen neugierig machen will. Die 92-seitige Hochglanzbroschüre liegt in einer Auflage von 17 000 Exemplaren vor. Von einem guten touristischen Angebot in Aerzen, vor allem von familiengeführten Unternehmen, weiß dabei Gräbner zu berichten. Allen voran das Schlosshotel Münchhausen, das 5-Sterne-Luxus bietet, über weitere Hotels bis zu Ferienwohnungen. „Das hat Niveau“, sagt der Tourismusmanager. „Damit kann man werben.“ Immer mehr werde den Anbietern bewusst, sich freiwillig klassifizieren zu lassen. Zwei weitere Aerzener 3-Sterne-Hotels sind im Reisejournal gelistet, auch Ferienwohnungen machen im Gemeindegebiet von dem Angebot Gebrauch. „Daran orientieren sich die Gäste, auch wenn die Entscheidung oft über den Preis geht“, sagt Gräbner. „Das Qualitätssiegel sorgt für Transparenz.“

„Mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit haben wir bereits viel erreicht“, meint der Tourismusmanager, der seinen zentralen Sitz in Rinteln hat. Das Reisejournal informiere nicht nur über Unterkünfte und gastronomische Angebote, sondern zeige unter dem Begriff „Erlebnisbausteine“ Möglichkeiten auf, was auch im Bereich der Gemeinde den Besuch für den Gast attraktiver mache. Gebucht werden können historische Führungen mit Hilmar von Münchhausen, Führungen mit Wanderung und anschließendem Kaffeetrinken am Rittergut Posteholz und am Schloss Schwöbber, das mittelalterliche Spektakel „Der letzte Gang“ im Gewölbekeller der Burg oder ein Golfkurs.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Projekt „Movelo“, das im Prospekt ebenfalls beworben wird. Dahinter steckt, dass die Urlaubsgäste die Region mit Elektrofahrrädern erkunden können. Zuletzt fand in dieser Woche eine Informationsveranstaltung statt, um in den beteiligten Kommunen ein Netz aus Verleih- und Akkuwechselstationen aufzubauen. „Ein tolles Marketinginstrument“, sagt Gräbner. Gerade Kommunen wie Aerzen, die abseits des Weserradweges teilweise im bergigen Bereich liegen, könnten dadurch besser für Radwanderer erschlossen werden, wie er erläutert. Ein wenig gelte es aber, noch Überzeugungsarbeit zu leisten, hofft er auf mehr Unterstützung, das Projekt weiterzuentwickeln. Für den barrierefreien Tourismus als weitere Neuerung gebe es in Aerzen gute Ansätze, sich besonders auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Gästen einzustellen. Nachdem nun die Grundlagen geschaffen worden seien, gelte es als Nächstes, den Vertrieb noch stärker auszubauen, gibt der Tourismusmanager vor. Als „weiteren Meilenstein“ bezeichnet Gräbner dabei, dass innerhalb der nächsten Woche der Internetauftritt (www.westliches-weserbergland.de) freigeschaltet werde, damit die Besucher sich noch gezielter informieren und die Unterkünfte online buchen könnten.

Der von Hotels und Gastronomen gewünschte Ausbau des Wanderwegenetzes solle ebenfalls forciert werden, hofft Matthias Gräbner. Auch Bürgermeister Wagner kündigt an, diesen Teil der touristischen Infrastruktur wieder verstärkt in den Blick zu nehmen. „Das Konzept liegt vor“, sagt er über das Leader-Projekt, rund um den Lüningsberg das Angebot zu verbessern. Als Partner ist eigentlich der Heimat- und Verschönerungsverein Aerzen im Gespräch, der ein 135 Kilometer langes Wanderwegenetz betreut. Der Vorstand hatte allerdings jüngst angekündigt, dass er die zusätzliche Arbeit für das Projekt nicht leisten könne. Wagner will aber noch einmal im Gespräch mit dem Vorstand die Möglichkeiten ausloten, den Verein doch noch ins Boot zu holen, wie er ankündigte.



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