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Brandschutz in der gesperrten Sporthalle: Verantwortliche aus Emmerthal mit Landrat an einem Tisch

Erste Ergebnisse bei Krisengespräch

EMMERTHAL. Das ging schnell: Wenige Tage nach der Forderung der Emmerthaler, ein Gespräch mit Landrat Tjark Bartels zur derzeit aus Gründen des Brandschutzes gesperrten Kreissporthalle in Kirchohsen zu führen, saßen alle Beteiligten an einem Tisch. Und offenbar mit einem Ergebnis, das alle zufriedenstellt.

veröffentlicht am 30.08.2017 um 17:42 Uhr

Noch kündet ein Schild davon, dass die Sporthalle gesperrt ist – nun soll sie am Wochenende wieder genutzt werden können. Fotos: fn
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Landrat, Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Vereinsvorsitzender sprechen übereinstimmend von einem konstruktiven Termin“, teilte anschließend Kreis-Sprecherin Sandra Lummitsch mit, um gleichzeitig die wichtigsten Schritte zu verkünden. Sowohl Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) als auch Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) sprachen anschließend auf Nachfrage von wichtigen Ergebnissen im Interesse der Emmerthaler.

Laut Behörden-Sprecherin sind sich alle einig gewesen, dass die Sicherheit gewährleistet sein muss. Dennoch drückten die Emmerthaler Vertreter des Gesprächs aufs Tempo, damit die TSG-Handballer am Wochenende ihr erstes Punktspiel nach dem Aufstieg in die Verbandsliga in der Halle bestreiten können. „Darauf lag zunächst einmal der Fokus“, sagt Welzhofer, der zuletzt massiv mit einem Antrag zu dem Gespräch gedrängt hatte. „Wir suchen Lösungen, nicht den Konflikt“, sagte er . Er zitierte den TSG-Vorsitzenden Stephan Kutschera bei dem Treffen mit den Worten, dass der Verein „ganz arge Probleme bekommt“, wenn die Halle nicht kurzfristig zur Verfügung stehe. Der Kreis habe nun angekündigt, die dafür notwendigen Arbeiten an der Alarmierungsanlage rechtzeitig zu erledigen. Nach wie vor darf aber die Tribüne am Wochenende und darüber hinaus aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden – die Zuschauer können im Seitenbereich des Spielfeldes Platz finden. Laut Landkreis wird außerdem „mit Hochdruck“ daran gearbeitet, eine Veranstaltung im November möglich zu machen.

Die Nutzung der Tribüne ist ein Problem, das sich vermutlich erst im ersten Quartal des kommenden Jahres lösen lässt. Grund dafür sind auch lange Lieferzeiten, wie der Landkreis mitteilt. In einem „überübernächsten Schritt“, so Lummitsch, soll perspektivisch nach einem Weg gesucht werden, eine generelle Nutzung für Veranstaltungen mit mehr als 199 Personen zuzulassen. „Emmerthal benötigt eine Veranstaltungshalle“, hält Welzhofer mehr Sitz- und Stehplätze für notwendig. Bei dem Gespräch habe er deutlich gemacht, dass bei 20 bis 30 Veranstaltungen jährlich wesentlich mehr als 199 Besucher – bis zu dieser Grenze gelten nicht ganz so strenge Vorschriften – untergebracht werden müssten. Bürgermeister Grossmann hält eine Anzahl von 300 bis 350 Steh- und Sitzplätzen für „eine angemessene Größe“. Das entspreche etwa wohl der Genehmigung aus der Zeit des Sporthallenbaus. Ansonsten hätten die Meinungen nicht weit auseinander gelegen, sagt Grossmann, der von einem „vernünftigen Gespräch“ spricht. Und wichtig sei zunächst, dass der Spielbetrieb am Wochenende gesichert sei, meinte er. „Was wir abbiegen konnten“, sei die zunächst vom Landkreis geäußerte Absicht gewesen, erst am Freitag darüber zu entscheiden, so Grossmann.

Als hilfreich bezeichnete es Welzhofer, dass Praktiker mit am Tisch gesessen hätten. Beispielsweise habe der Hausmeister der Halle einen Fluchtweg vorgeschlagen, der sich unkompliziert umsetzen lasse. Der Landkreis habe eine Prüfung angekündigt. Trotz seines Bekenntnisses zu den Brandschutzbestimmungen und zur Sicherheit gelte aber seine Forderung, dass landesweit vergleichbare Kriterien gelten müssten. Und so fügte Welzhofer hinzu: Auch aus seiner Erfahrung, selbst 25 Jahre an der Spitze der TSG gestanden zu haben, dürften sich Politik und Verwaltung im Landkreis nicht wegducken – „und die Verantwortung auf den Schultern der Ehrenamtlichen in Schule und Vereinen abladen“.



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